Von oben grüßt der gurrende Hirsch

Da das Stuttgarter Landtagsgebäude in den nächsten zweieinhalb Jahren generalsaniert wird, musste es vor der Sommerpause komplett geräumt werden. Die Plenarsitzungen finden von nun an interimsweise im Kunstgebäude am Schlossplatz statt. „Dort grüßt von oben der gurrende Hirsch“, scherzte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich des vergoldeten Hirsches auf der Kuppel des Kunstgebäudes.
 
Die Umbauarbeiten im seit 1961 bestehenden Landtagsgebäude umfassen sowohl technische als auch energetische Maßnahmen. Hinzu kommt eine Dachöffnung, um den Plenarsaal mit Tageslicht zu versorgen. „Ziel der Maßnahmen ist es, das Gebäude zu modernisieren und es allen geltenden baurechtlichen, technischen und gestalterischen Anforderungen anzupassen. Dazu zählen die Bereiche Brandschutz, Barrierefreiheit, Beleuchtung, Raumakustik, Haustechnik, Wärmeschutz, Sicherheitstechnik und Energieeffizienz“, so Gurr-Hirsch. Es werde von Kosten in Höhe von 47 Millionen Euro ausgegangen, doch sei diese Generalsanierung dringend erforderlich.
 
Vom Umzug betroffen sind neben den Landtagsabgeordneten auch 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landtagsverwaltung. Sie haben mittlerweile im benachbarten Königin-Olga-Bau in der Königsstraße neue Büros bezogen. Dort wurden auch Räume für Journalisten der Landespressekonferenz sowie Besprechungsräume für die Landtagsfraktionen eingerichtet. „Auch wenn in der über zweijährigen Interimszeit manche Unannehmlichkeiten in Kauf genommen werden müssen, wie etwa die räumliche Trennung von Plenarsaal und Besprechungsräumen, bin ich davon überzeugt, dass wir mit dem Königin-Olga-Bau und dem Kunstgebäude angemessene Ausweichquartiere gefunden haben“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die daran als Mitglied des Landtagspräsidiums mitgewirkt hat.
 
MK

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