Friedlinde Gurr-Hirsch fordert eine Wiedereinführung

In der Bildungsplanreform 2015 stellt die Landesregierung entscheidende Weichen für die zukünftige Bildungspolitik. Hierzu fordert Friedlinde Gurr-Hirsch die Wiedereinführung von „Musik“ als eigenständiges Unterrichtsfach. „Vor allem in den ersten Schuljahren eines Kindes ist eine hochqualifizierte Musikpädagogik besonders wichtig“, betont die Vorsitzende des Blasmusikkreisverbands Heilbronn. Singen und Musizieren erhöhe bewiesenermaßen die Lern- und Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und wirke äußerst heilsam auf die Kinder in der sie immer stärker beeinflussenden multimedialen Welt. „Zudem verbindet Singen und Musizieren Kinder aller Kulturkreise und verschiedener sozialer Schichten. Deshalb setze ich mich entschieden dafür ein, dass nach der Auflösung des Fächerverbundes Mensch, Natur und Kultur (MNK) das Fach Musik in der Grundschule wieder eigenständig unterrichtet wird. Nur in dieser Form kann der Bedeutung dieses Bildungsinhalts für das Leben der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen werden“, so Gurr-Hirsch.
 
Um eine gute musikalische Schulbildung zu garantieren, bedarf es darüber hinaus einer entsprechend qualifizierten Ausbildung einer ausreichenden Anzahl von Musikstudierenden. Derzeit gibt es an vielen Grundschulen zu wenige Musikpädagogen. Dies führt dazu, dass die Inhalte vielerorts durch fachfremde Lehrerinnen und Lehrer vermittelt werden, worunter die die Qualität des Musikunterrichts leidet. „Deshalb muss zukünftig gewährleistet werden, dass genügend Musiklehrkräfte für Grundschulen ausgebildet werden“, fordert Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
MK

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