Frauen in der rechtsradikalen Szene

Frauenpolitische Sprecherin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Der NSU-Prozess zeigt: Bei den Frauen in der rechtsradikalen Szene besteht Handlungsbedarf"

„Die Ausführungen von Innenminister Gall im Staatsanzeiger vom 02. August 2013 sowie die Stellungnahme des Innenministeriums zu meinem Antrag „Frauen und Mädchen in der rechtsradikalen Szene in Baden-Württemberg“ vermitteln den Eindruck, als ginge von den Frauen in der rechtsradikalen Szene keine Gefahr aus, da diese so gut wie nie Führungspositionen inne haben. Dabei wird unterschätzt, dass gerade durch Motivations- und Unterstützungshandlungen oftmals der notwendige Anstoß zur Durchführung einer Tat gegeben wird. Frauen können durch ihren Zuspruch und ihre Hilfe bei der Organisation eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle darstellen. Dies wird gerade durch das aktuelle NSU-Verfahren belegt“ kritisierte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL.
 
„Vor diesem Hintergrund ist insbesondere der Anteil junger Frauen im Alter von 16-17 Jahren mit 30,8 % sowie der Anteil der Frauen zwischen 18-30 Jahren mit über 20 % als durchaus beunruhigend anzusehen. Hier sollten umgehend Maßnahmen ergriffen werden, um die Frauen zu erreichen und gerade auch den Einstieg zu verhindern. Der hohe und zunehmende Prozentsatz bei den jungen Frauen zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen noch nicht zielführend sind“ erklärte Gurr-Hirsch.

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