Diakoniestation Schozach-Bottwartal e.V.

Informationsgespräch mit Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Eberhard Gienger MdB

Um sich vor Ort über aktuelle Probleme und Herausforderungen in der Pflegearbeit zu informieren, besuchte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger die Diakoniestation Schozach-Bottwartal e.V. in Ilsfeld. Dort wurden sie von der Geschäftsführerin Claudia Saam empfangen, die gemeinsam mit einem Team auserfahrenen Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen vielen pflegebedürftigen Menschen und ihren Familien zur Seite steht. „Sie leisten eine hervorragende Arbeit und bieten eine bedarfsgerechte Form der Hilfe, die sich an den Interessen und Wünschen der Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen orientiert“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch die Leistungen der Stationsbeschäftigen.
 
Mittelpunkt des Informationsgesprächs war die heutige und zukünftige Rolle der Pflegedienste. Von Seiten der Diakoniestation wurde kritisiert, dass 50 Prozent aller Pflegedienste rote Zahlen schreiben. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Arbeitszeit durch Verwaltungstätigkeiten aufgezehrt wird, da vor allem die Krankenversicherungen den Pflegediensten sehr viel Bürokratie abverlangen. Nach Aussage von Claudia Saam wird der Pflegealltag dadurch immer schwieriger. Anstelle der Pflegedienste Freiräume und Vertrauen entgegenzubringen, seien diese ständig neuen Schikanen ausgesetzt.
 
Ebenfalls Inhalt des Gesprächs war das neue Pflegeausrichtungsgesetz. Dieses schreibt die Festlegung von Stundensätzen vor, wodurch es für die Diakonie noch schwieriger wird im Wettbewerb zu bestehen. Eberhard Gienger hörte aufmerksam zu und versprach, diese Kritikpunkte bei einem Gespräch mit den Krankenkassen vorzubringen.
 
Darüber hinaus hat Friedlinde Gurr-Hirsch angeregt, in der Region „Demenzwochen“ zu veranstalten, um die Bürgerinnen und Bürger vor Ort noch besser über diese Volkskrankheit aufzuklären. Da die Anzahl der Demenzkranken aufgrund des demografischen Wandels und der höheren Lebenserwartung auch in unserer Region stetig wächst, ist diese Idee auf großes Interesse gestoßen.
 
MK

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