100 Jahre DLRG Landesverband Württemberg e.V.

Friedlinde Gurr-Hirsch MdL lobte die Leistungen der Lebensrettungsgesellschaft

Seit mittlerweile 100 Jahren rettet die DLRG in Baden-Württemberg leben. Der bundesweit etwa 560.000 Mitglieder zählende Verein ist insbesondere in der Seenotrettung sowie bei Hochwasserereignissen aktiv, gibt Schwimmunterricht und informiert über die Verhinderung von Badeunfällen. „Diese wichtigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit leider häufig weniger gewürdigt als die Leistungen von Freiwilligen Feuerwehren oder vom Deutschen Roten Kreuz“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am Breitenauer See hervor. Um dies zu ändern, solle die DLRG beispielsweise bei kommunalen Ehrenamtsabenden stärkere Aufmerksamkeit erhalten.
 
Darüber hinaus macht sich die Landtagsabgeordnete Sorgen um die Schwimmfähigkeit der jungen Generation. Diese hat in den letzten Jahren bedauerlicherweise abgenommen. Nach einer Untersuchung der DLRG kann ein Drittel der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren nicht schwimmen. „Das ist viel zu hoch“, kritisierte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Nachholbedarf sieht die CDU-Politikerin auch hinsichtlich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Es muss gelingen, dass Migranten sich bei der DLRG verstärkt einbringen und auf diese Weise in unsere Gesellschaft integriert werden. „Dadurch könnte auch der mit dem demografischen Wandel einhergehende Mitgliederverlust kompensiert werden“, betonte die Landtagsabgeordnete, die sich stets für bürgerschaftliches Engagement einsetzt. „Ehrenamtliche Tätigkeiten geben den Menschen Halt und Orientierung und wirken Tendenzen der Vereinsamung, der Anonymität und Ängsten entgegen. Dies hat nicht zuletzt auch die DLRG-Geschichte gezeigt“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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