Festakt in Zaberfeld

Eingebettet zwischen Stromberg und Heuchelberg schlängelt sich die Zaber von ihrem Ursprung in Zaberfeld über die Gemarkungen der Gemeinden und Städte Pfaffenhofen, Güglingen, Cleebronn, Brackenheim und Lauffen bis zur Mündung in den Neckar. Zu gewöhnlichen Zeiten ist das Gewässer landwirtschaftlich reizvoll und für die Anlieger ein nützlicher, gleichfalls prägender Fluss. „Durch Niederschlagswasser aus angrenzenden Höhenzügen bedingt, ist die Zaber nach intensiven Regenfällen in früheren Jahren allerdings häufig über die Ufer getreten. Die beidseitig der Zaber angrenzenden Gemeinden sowie Feld- und Wiesenflächen wurden überschwemmt“, erläuterte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Festaktes zum 50-jährigen Bestehen des Wasserverband Zaber.
 
Durch ein ausgereiftes Hochwasserschutzkonzept und den Bau von insgesamt neun Hochwasserrückhaltebecken am Rande der Zaber ist die Gefahr von Hochwasserereignissen mittlerweile auf ein Minimum reduziert. „Für die rund 42.000 Einwohner im Verbandsgebiet der heutigen sechs Kommunen kann der Schutz vor einem 100-jährigen Hochwasserereignis der Zaber gewährleistet werden“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Die jüngsten Ereignisse in Bayern und Ostdeutschland haben gezeigt, wie wichtig dies ist. Da solche Extremsituationen immer häufiger auftreten, ist und bleibt der Hochwasserschutz auch für die örtliche Bevölkerung im Zabergäu ein tiefgreifendes Thema. „Es muss weiterhin alles dafür getan werden, dass die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig so gut wie möglich vor Hochwasser geschützt werden“, konstatierte die Landtagsabgeordnete. Trotz vielfältiger und umfassender Maßnahmen sei ein gewisses Restrisiko aber nie gänzlich auszuschließen.
 
Darüber hinaus trägt insbesondere das Hochwasserrückhaltebecken „Ehmetsklinge“ dazu bei, dass auch in extrem trockenen Sommermonaten für einen gesicherten Betrieb der Kraftwerke am Neckar ausreichend Wassernachschub zur Verfügung stünde. „Dafür wurde das Volumen des Dauerstauraums durch Gelder der Kraftwerksbetreiber in den Jahren 2000 und 2001 mehr als verdreifacht“, hob die CDU-Politikerin hervor. Die Bevölkerung vor Ort profitiert davon. „Bedeutender Zusatznutzen der Hochwasserrückhaltebecken sind die damit einhergehenden Freizeitmöglichkeiten, weshalb die Stauseen bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt sind“, so Gurr-Hirsch.  
 
MK

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