"Familienpartner" Brackenheim

Austausch mit Friedlinde Gurr-Hirsch MdL

Im Rahmen eines Informationstages in Brackenheim besuchte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch das Elterncafé im Rondell. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung der Brackenheimer Familienpartner. Diese gründeten sich im Jahre 2010 als Familienprojekt, das von der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn e.V, der Stadt Brackenheim und dem Kiwanis Förderverein Brackenheim/Zabergäu e.V. getragen wird.
 
Ziel der Familienpartner ist es, junge Familien von Geburt ihrer Kinder an zu begleiten. Daher bilden Familienbesuche das Kernstück ihrer Arbeit. Dabei stehen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer jungen Brackenheimer Familien in Fragen der Erziehung, Versorgung, Gesundheit und Entwicklung der Kinder zur Verfügung. „Ein einmaliges Kinder- und Familienprojekt, das eine Leuchtturmfunktion hat“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.  
 
Das Familiencafé im Rondell dient insbesondere als niederschwelliger Treffpunkt für Eltern, Kinder und Großeltern. Hier können sie sich austauschen, Kontakte knüpfen sowie Beratungs- und Informationsangebote wahrnehmen. „Dadurch wird zu einem familienfreundlichen Klima in der Stadt beigetragen“, betonte die Landtagsabgeordnete. „Die Entwicklungs- und Lebensbedingungen von Kindern werden positiv gestaltet und die Erziehungskraft der Eltern gestärkt“, so Gurr-Hirsch, die selbst Großmama von vier Enkelkindern ist.
 
Darüber hinaus können Familien mit Migrationshintergrund besser integriert werden. Neben den deutschstämmigen Besucherinnen und Besuchern kommen regelmäßig Menschen aus Russland, Kasachstan, Litauen, Rumänien, Polen, Italien und der Türkei ins Familiencafé.
 
Geleitet wird das Projekt Familienpartner von Cordula Bleise und Martin Sinz. Sie verdeutlichten im Gespräch mit Friedlinde Gurr-Hirsch, dass die Situation in den Familien immer schwieriger wird. Da fast 50 Prozent der Eltern geschieden werden, müsse auf ein selbstbestimmtes Familienleben besser vorbereitet werden. „Eine Antwort darauf wäre auch die Einführung des Schulfaches „Alltagskompetenzen“, wodurch das Familienleben gestärkt und der Zusammenhalt gefördert werden könnte“, so Gurr-Hirsch, die ein solches Schulfach schon länger fordert.  
 
MK

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