Friedlinde Gurr-Hirsch MdL setzt sich für den Erhalt der Krebsbachtalbahn ein

„Die Zukunft der Krebsbachtalbahn“ war das Thema eines Informations- und Diskussionsabends der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und Elke Brunnemer. Auf der 18 Kilometer langen Strecke zwischen Neckarbischofsheim-Nord und Hüffenhardt pendelt auch in diesem Frühjahr und Sommer wieder der traditionelle rote Schienenbus. Nach dem Neustart im Jahr 2010 ist dies bereits die vierte Ausflugssaison. Die Nachfrage ist gut. An den Sonn- und Feiertagen erfreuen sich viele Bürgerinnen und Bürger an der 110 Jahre alten Schienenverbindung.
 
Die langfristige Zukunft der Bahn ist aber bislang noch nicht gesichert. Dafür sind jährliche Zuweisungen der angrenzenden Städte und Gemeinden nötig, die nach Schätzungen zwischen 2.500 € und 16.000 € pro Kommune betragen. Die Gemeinderäte von Siegelsbach und Neckarbischofsheim müssen dem noch zustimmen. Bürgermeister Uli Kremsler sprach sich im Vorfeld für eine Förderung aus. Er hob bei der Veranstaltung hervor, dass es vor allem auch darum geht, zukünftige Entwicklungschancen nicht zu verbauen. „Mögliche Optionen liegen im Bereich des Schülernahverkehrs oder auch im Holztransport“, erläuterte Friedlinde Gurr-Hirsch, die sich ebenfalls für den Erhalt dieses besonderen Infrastrukturprojekts einsetzt.
 
Der Vorsitzende des Fördervereins Krebsbachtalbahn e.V. Hans-Joachim Vogt forderte in seiner Stellungnahme die Kommunen zu mehr Zusammenarbeit auf, insbesondere im Hinblick auf die Erweiterung der touristischen Angebote im Rahmen der Krebsbachtalbahn. Dass die Städte und Gemeinden die entscheidenden Akteure beim Fortbestand solcher traditioneller Nebenbahnen sind, bestätigte der ebenfalls anwesende Vorstandsvorsitzende der Erms-Neckar-Bahn AG Carsten Strähle. Seine Gesellschaft betreibt die Ermstalbahn von Metzingen nach Bad Urach sowie die Schwäbische Albbahn von Kleinengstingen nach Schelklingen.
 
Trotz einzelner Kritik an der Sinnhaftigkeit der Krebsbachtalbahn, war sich die überwiegende Mehrheit der Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer darin einig, dass die Bahn als wichtiges touristisches Infrastrukturprojekt erhalten werden muss. „Dazu bedarf es einer langfristigen Zukunftssicherung, die nun durch Kooperation aller Akteure geregelt werden muss“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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