Miscanthus - Chance für Erneuerbare Energien

Betriebsbesichtigung und Informationsveranstaltung in Bretten-Büchig

Die Bundesregierung hat den beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie und den verstärkten Eintritt in den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf den Weg gebracht. Damit steht auch die Energieproduktion in Baden-Württemberg vor einer historischen Zäsur. Welchen Beitrag hierzu Miscanthus leisten kann, war Thema einer Informationsveranstaltung in Bretten-Büchig. Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch sowie Joachim Kößler waren über 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen, um sich vor Ort auf dem Hof des Landwirtes Hubert Braun sowie im Anschluss im Clubhaus über die Möglichkeiten, Herausforderungen und Probleme von Erneuerbaren Energien zu diskutieren.
 
„Miscanthus ist eine schnell wachsende, CO2-arme und pflegeleichte Energiepflanze“, benannte Joachim Kößler zu Beginn die Vorteile dieser Form der Wärmeerzeugung. Hubert Braun erläutert anschließend plastisch und praktisch wozu Miscanthus geeignet ist und worin die Probleme bei der Nutzung liegen.
 
„Sicherlich ist das Heizen mit Miscanthus nicht für jeden Privathaushalt eine Lösung, aber für Landwirte, bei denen die gesamten Erzeugungs- und Verwertungsprozesse in einer Hand liegen, ist dies eine gute Möglichkeit, Energiekosten zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Insgesamt brauchen wir einen Energiemix, verbunden mit größerer Effizienz“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Dabei müsse bei jeder Entscheidung die Versorgungssicherheit oberstes Ziel sein. „Zudem müssen die Klimaschutzziele eingehalten werden und Energie für Bürger sowie Industrie bezahlbar bleiben“, konstatierte die Landtagsabgeordnete. „Wir können sehr vieles gut finden, aber am Ende ist alles eine Frage der Finanzierung bzw. der Wirtschaftlichkeit“, betonte der ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Werner Raab.
 
Mit Birgit Schwegle von der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe und Klaus Mastel vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg waren darüber hinaus zwei ausgewiesene Experten vor Ort, die in verständlicher sowie anschaulicher Art den Zuhörern verschiedene Energieerzeugungsformen vorstellten und aufkommende Fragen kompetent beantworten konnten. Daher ist es den CDU-Landtagsabgeordneten mit dieser Veranstaltung gelungen, die Bürgerinnen und Bürger bei der anstehenden Energiewende mitzunehmen.
 
M. Kleemann

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