Gespräch mit Bürgermeister Timo Wolf

Aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde standen im Mittelpunkt

Die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch besucht regelmäßig die Bürgermeister in ihrem Wahlkreis, um sich mit ihnen über die aktuellen kommunalpolitischen Vorhaben auszutauschen und als Ansprechpartnerin für landespolitische Anliegen bzw. Probleme zur Verfügung zu stehen. Ende Januar war sie vor Ort in Gemmingen bei Timo Wolf, dem Verwaltungschef der circa 5000 Einwohner zählenden Kraichgaugemeinde. 
 
Dieser hob im Gespräch mit Friedlinde Gurr-Hirsch insbesondere die Sanierungen hervor, die in nächster Zeit in Gemmingen umgesetzt werden sollen. Dazu zählen die dringend notwendige Instandsetzung der viel befahrenen Eppinger Straße sowie die energetische Sanierung der Straßenlaternen. Das heißt, dass die Straßenbeleuchtung komplett auf umweltschonende LED-Lampen umgestellt wird. Da die Finanzausstattung der Kommune mit einer Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt in Höhe von 1,6 Millionen Euro als sehr solide bezeichnet werden kann, sind die damit einhergehenden Investitionen gut zu stemmen.
 
Ebenfalls angesprochen wurden die aktuelle Bildungspolitik sowie die Schulsituation in Gemmingen. „Die Wolf-von-Gemmingen-Schule hat sich unter Rektor Helmut Thomaier sehr vorbildlich entwickelt“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule schon mehrmals besucht hat. Dort werden insgesamt rund 315 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Schule wird ein- bzw. zweizügig mit insgesamt 13 Klassen geführt, wobei auf den Grundschulbereich acht Klassen und den Bereich Hauptschule fünf Klassen entfallen. Dabei hat sich auch das gute Gemminger Vereinswesen hervorragend integriert. „Dies wird beispielsweise anhand der Bläserklassen deutlich, einer sehr gut gelungenen Kooperation zwischen der Schule, der Blaskapelle Gemmingen und der Musikschule Eppingen“, erläuterte Friedlinde Gurr-Hirsch, die auch Vorsitzende des Blasmusikkreisverbands Heilbronn ist.
 
Auch aus städtebaulicher Perspektive hat sich Gemmingen in den letzten Jahren vorbildlich verhalten. Mit dem Ziel innerstädtische Baulücken zu schließen und weiteren Flächenverbrauch am Gemeinderand zu vermeiden, hat die Kommune seit 2004 bewusst auf die Ausweisung neuer Baugebiete verzichtet. Dabei wurden mit Mittel des Landes auch zahlreiche Sanierungsmaßnahmen unterstützt, wodurch die Attraktivität der Kraichgaugemeinde erheblich gesteigert wurde.  
 
Darüber hinaus wurde von den beiden Politikern der Ausbau der Betreuungsplätze thematisiert. Da ab 1. August 2013 in Deutschland ein Rechtsanspruch auf eine Kitaplatz oder auf eine Betreuung durch eine Tagesmutter für unter dreijährige Kinder besteht, müssen derzeit viele Kommunen ihr Angebot ausweiten. „Ich freue mich, dass Gemmingen hierbei vorbildlich ist und den Anspruch bereits erfüllt“, so die Landtagsabgeordnete nach dem Gespräch mit Bürgermeister Timo Wolf.
 
MK

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