Integrationsministerin Bilkay Öney nimmt Einladung von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL an

Im 20. Jahrhundert fanden viele Aramäer in Baden-Württemberg eine neue Heimat. Hauptursachen dafür sind, dass sie aus ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden oder als Gastarbeiter im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders bei uns ihr Glück suchten. Um einen Überblick über ihre derzeitige Situation zu gewinnen und um ihre Integration voranzutreiben, hat die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch eine parlamentarische Anfrage an die Landesregierung gestellt.
 
Aus der Antwort des Integrationsministeriums geht hervor, dass in Baden-Württemberg etwa 12.000 Aramäer leben, die zu 70 Prozent eingebürgert sind. Die Landesregierung spricht von einer gelungenen Integration. „Bei genauer Betrachtung ist allerdings festzustellen, dass diese durchaus ausbaufähig ist und die Einbürgerungsquote allein als Maßstab nicht ausreicht. Es geht bei erfolgreicher Integration auch darum, sich in das Gemeinwesen einzubringen, sich beispielsweise ehrenamtlich in Vereinen oder Hilfsorganisationen zu engagieren“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Um sich ein eigenes Bild machen zu können und um mit Betroffenen zu diskutieren, hat die Landtagsabgeordnete die Integrationsministerin Bilkay Öney in ihren Wahlkreis nach Kirchardt eingeladen. In der 3500 Einwohner starken Gemeinde leben circa 800 Aramäer, die überwiegend aus dem Südosten der Türkei eingewandert sind. „Ich freue mich darüber, dass die Ministerin nun zugesagt hat und in den nächsten Wochen nach Kirchardt kommen möchte“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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