Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Thomas Strobl MdB, Eberhard Gienger MdB und Alexander Throm MdL vor Ort in der Handwerkskammer

In regelmäßigen Gesprächen suchen die CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region Heilbronn den Austausch mit dem heimischen Handwerk, um sich über die aktuellen Probleme und Herausforderungen dieses wichtigen Wirtschaftszweiges zu informieren. Dabei ging es diesmal insbesondere um den zunehmenden Fachkräftemangel. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung können im Baugewerbe offene Stellen häufig nicht besetzt werden. Da dies die Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit der regionalen Wirtschaft gefährdet, soll die Fachkräftebasis in der Region zukünftig durch konzertierte Maßnahmen und Aktivitäten des neu gegründeten „Fachkräftebündnis Heilbronn-Franken“ gesichert werden.
 
Damit keine Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, ist das Handwerk allerdings zuallererst auf ausbildungswillige und ausbildungsfähige Jugendliche angewiesen. Dafür verantwortlich sind die Schulen. Doch nachdem das Handwerk in der Vergangenheit Hoffnungen in die Einführung der Gemeinschaftsschule gesetzt hatte, wächst nun die Skepsis. Insbesondere werden Sorgen zur Bildungsqualität geäußert. Diese ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit dieses bedeutenden Wirtschaftszweiges, da gerade auch im Handwerk die Qualifikationsanforderungen kontinuierlich steigen und die Betriebe auf leistungsstarke Auszubildende angewiesen sind. Deshalb muss sich die Landesregierung nach Ansicht des Handwerks konsequent um die Qualität und Attraktivität der Gemeinschaftsschule bemühen. Dabei kommen der Aus- und Weiterbildung der Lehrer und vor allem auch klaren Konzepten der Berufsorientierung eine besondere Bedeutung zu. „Die Landesregierung muss jetzt dafür sorgen, dass auch durch die neue Gemeinschaftsschule ausreichend Jugendliche zur Ausbildungsreife geführt werden und diese gezielt und passgenau bei der Berufswahl unterstützt werden“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Darüber hinaus kann die Anwerbung von zusätzlichen Fachkräften aus dem europäischen Ausland dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. „Die Anerkennung von Abschlüssen sowie die sprachliche Qualifizierung sind dafür von entscheidender Bedeutung“, so Gurr-Hirsch. Es ist zu prüfen, ob hierzu mit einem innovativen Projekt im Rahmen des neuen EFRE-Programms 2014-2020 Abhilfe geschaffen werden kann. Die Bürgerinitiative „Pro Region Heilbronn-Franken e.V.“ veranstaltet dazu mit der CDU-Landtagsabgeordneten am 4. Februar 2013 in der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken einen Informationsabend.
 
Weiteres Thema des Vor-Ort-Gesprächs war die Energiewende. Das Handwerk ist enttäuscht, dass es für energetische Gebäudesanierungen nun doch keinen Steuerbonus geben wird. „Die vom Bundestag beschlossene steuerliche Förderung von CO2-Gebäudesanierungsmaßnahmen hat Rot-Grün im Bund-Länder-Vermittlungsausschuss leider zu Fall gebracht“, betonten die Bundestagsabgeordneten Thomas Strobl und Eberhard Gienger. Doch stellt sich die CDU-geführte Bundesregierung der Verantwortung. Im Rahmen des Energie- und Klimafonds hat der Bund ein KfW-Zuschussprogramm mit einem jährlichen Programmvolumen in Höhe von 300 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen an eigengenutzten Wohngebäuden aufgelegt.  
 
Zum Abschluss des Gesprächs sagten die CDU-Abgeordneten zu, sich selbstverständlich weiterhin für die Belange des Handwerks einzusetzen und auch zukünftig sehr gerne zum politischen Austausch in die Handwerkskammer zu kommen. „Das Handwerk ist eine tragende Säule der mittelständischen Wirtschaft im Südwesten. Wir können sehr stolz auf unsere Handwerksbetriebe sein, die dieLebensqualität und Attraktivität der Region sichern“, so Friedlinde Gurr-Hirsch und Alexander Throm.
 
MK

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