Zukunft der EU-Weinbaupolitik

Voraussetzungen für Rebpflanzregime geschaffen - Landesregierung ist jetzt am Zug, Umsetzung im Sinne des Weinbaus in Baden-Württemberg zu gewährleisten

„Wir begrüßen im Grundsatz die Schlussfolgerungen der Hochrangigen Gruppe Wein zur Zukunft der EU-Weinbaupolitik. Eine Fortführung des Rebenpflanzregimes ist damit möglich“, sagten die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, und der Weinbaupolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Arnulf von Eyb MdL, am Mittwoch (19. Dezember) in Stuttgart. Die konkreten Folgen der Vorschläge für die Betriebe in Baden und Württemberg seien aber noch unklar. Bevor eine endgültige Festlegung erfolge, sei eine eingehende Bewertung der Risiken notwendig.
 
„Die Landesregierung ist jetzt am Zug. Sie muss in Berlin und Brüssel dafür Sorge tragen, dass der Weinbau im Land auch weiterhin nicht durch EU-Regelungen einem unfairen Wettbewerb ausgesetzt wird. Insbesondere die Kommission muss endgültig auf ein grundsätzliches Bekenntnis zum Pflanzregime festgelegt werden“, so die beiden Abgeordneten. Daher sei jetzt das Engagement des zuständigen Landwirtschaftsministers auf EU-Ebene erforderlich. „Die Schlussfolgerungen der Hochrangigen Gruppe lassen noch viele Punkte offen. Hier muss schnell für Klarheit gesorgt werden“, fordern die CDU-Abgeordneten. Insbesondere die Höhe der nationalen Quoten für Neuanpflanzungen und die Möglichkeiten der Mitgliedstaaten Neuanpflanzungen zu beschränken, müssten geklärt werden. „Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass auch nach dem Auslaufen des bisherigen Systems ein Weinbau in den traditionellen Lagen möglich ist“, so Gurr-Hirsch und von Eyb.

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