Gleischstellungspolitisches Papier der CDU-Landtagsfraktion

Gleichstellung fängt in den Köpfen der Menschen an - die CDU-Landtagsfraktion setzt auf eine moderne und chancengerechte Politik

„Chancengleichheit muss zur Selbstverständlichkeit in allen Lebensbereichen werden. Noch nie waren Frauen und Männer so gut ausgebildet wie heute. Die Generation junger berufstätiger Frauen steht ihren männlichen Kollegen in Sachen Qualifikation in nichts mehr nach. Baden-Württemberg ist im besonderen Maße darauf angewiesen, dass kein Talent ungenutzt, unentdeckt bleibt. Nur so können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern und unsere hohen Standards beibehalten. Wir stehen für eine moderne und chancengerechte Politik, die die notwendigen Rahmenbedingungen für die Zukunft schafft. Die CDU-Landtagsfraktion macht mit ihrem gleichstellungspolitischen Konzept deutlich, wo die zentralen Punkte für mehr Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft liegen. Der CDU-Bundesparteitag in Hannover ist uns bei zwei zentralen Aspekten in der Familienpolitik mit großer Mehrheit gefolgt. Das ist ein großer Erfolg für die CDU-Landtagsfraktion“, sagten der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, und die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Donnerstag (6. Dezember) in Stuttgart.
 
Anforderungen von Jungen und Mädchen im Unterricht beachten
 
„Unsere konkreten Vorschläge sollen dafür sorgen, dass Gleichberechtigung zur Selbstverständlichkeit wird. Die Vorschläge beziehen sich vor allem auf die Bereiche Bildung, Berufsleben, Familienleben und Leben im Alter. Im Bildungsbereich ist es für uns sehr wichtig, dass in Mathematik, Physik und Sprachen Jungen und Mädchen so unterrichtet werden, dass die Ausbildungen ihren Anforderungen und ihren unterschiedlichen Herangehensweisen gerecht werden. Ebenso wollen wir, dass an Schulen ein Angebot für die Ausbildung in ,Alltagskompetenzen' gemacht wird. Wir sind der Überzeugung, dass Jungen wie Mädchen frühzeitig für die alltäglichen Herausforderungen fit gemacht werden müssen“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Frauenquote in Landesbetrieben und Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen
 
Für ein chancengerechtes Berufsleben solle das Ziel verfolgt werden, dass gerade auch in der öffentlichen Verwaltung eine konsequente und vorbildhafte Personalpolitik und Personalentwicklung bei der Besetzung von Stellen auf allen Ebenen betrieben werde. „Wir setzen uns deshalb für eine Frauenquote von 40 Prozent in Führungsgremien baden-württembergischer Landesbetriebe mit einer Mehrheitsbeteiligung des Landes ein. Ein chancengerechtes Berufsleben heißt für uns auch, dass wir uns für eine Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter DAX-Unternehmen aussprechen. Wir sind enttäuscht, dass der Bundesparteitag hier nicht mutiger gewesen ist, aber ein erster Schritt ist gemacht“, erklärte Gurr-Hirsch.
 
Kinder sind unsere Zukunft – familienpolitische Komponente ins Steuersystem
 
„Einen wichtigen Raum nimmt für uns das chancengerechte Familienleben ein. Es ist ein großer Erfolg der CDU-Landtagsfraktion, dass der Bundesparteitag in Hannover eine unserer zentralen Forderungen, die Aufnahme einer stärkeren familienpolitischen Komponente in das Steuersystem, einstimmig gefolgt ist. Wir haben uns auf Bundesebene dafür eingesetzt. Kinder sind unsere Zukunft. Eine Besteuerungsmethode, die diejenigen in unserer Gesellschaft finanziell entlastet, die Kinder bekommen und erziehen, ist deshalb gerecht. In die gleiche Richtung zielt auch unsere Forderung an die Landesregierung, das Landeserziehungsgeld fortzuführen und nicht bei den Schwächsten der Gesellschaft damit zu beginnen, den Landeshaushalt zu sanieren“, forderte Hauk.
 
Anerkennung von Familienzeiten in der Rente
 
„Die für ein chancengerechtes Leben im Alter so wichtige Anerkennung von Familienzeiten in der Rente ist auf Antrag der CDU-Landtagsfraktion ebenfalls auf dem Bundesparteitag in Hannover beschlossen worden. Damit haben wir uns auch bei diesem zentralen Anliegen durchgesetzt. Für die CDU-Landtagsfraktion ist es wichtig, dass die Erziehung von Kindern, unabhängig von deren Geburtsjahr, in der Rente Berücksichtigung findet“, betonte Hauk. „Gleichstellungspolitik ist ein Thema, das sich durch alle Lebensphasen von Frauen und Männern zieht. Mit unserem Gleichstellungspapier nehmen wir die wesentlichen Lebensabschnitte in Augenschein. Wir zeigen auf, wo für uns Handlungsbedarf besteht oder noch weitere Verbesserungen erreicht werden können“, so Gurr-Hirsch.
 

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