Auf dem Weg zur Einheitsschule

Friedlinde Gurr-Hirsch tauschte sich mit Schulleiter OStD Uwe Wittwer-Gärttner über die Zukunft der baden-württembergischen Gymnasien aus

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Vor-Ort-Beratungen mit Bildungsvertretern in ihrem Wahlkreis besuchte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch das Hartmanni-Gymnasium in Eppingen. Bei einem Gespräch mit Schulleiter Uwe Wittwer-Gärttner, seinem Stellvertreter Bernd Eigenmann, der Elternbeiratsvorsitzenden Christine Glünz-Muth und dem stellvertretenden CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jochen Oppolzer, der auch Elternbeirat am Hartmanni-Gymnasium ist, stand insbesondere die Einführung eines gemeinsamen Bildungsplanes im Mittelpunkt. Dieser soll ab 2015 für alle Schularten, also Werkrealschule, Realschule und Gymnasium, gleichermaßen gelten und schulartenunabhängig ermittelt werden.
 
„Dadurch werden die starken eigenständigen Gymnasien in Baden-Württemberg abgewertet“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Sie äußerte sich besorgt darüber, dass unsere Gymnasien die Studierfähigkeit der Absolventen dann nicht mehr garantieren können. „Die Landesregierung scheint offensichtlich alles daran zu setzen, das Gymnasium so zu schwächen, dass es nur noch auf Gemeinschaftsschulniveau dümpeln kann. Baden-Württemberg befindet sich auf dem Weg zur Einheitsschule und betreibt mit Steuermilliarden Bildungsexperimente, für die wir alle einmal teuer bezahlen müssen“, betonte die CDU-Politikerin.
 
In der Folge werden die Privatschulen einen noch viel stärkeren Zulauf bekommen. „Solvente Eltern werden sich darum bemühen, ihre Kinder möglichst schnell auf professionelle nicht-staatliche Schulen zu schicken. Dadurch nimmt die soziale Ungerechtigkeit nicht ab, sondern zu“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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