Friedlinde Gurr-Hirsch besuchte die Kaywaldschule in Lauffen a.N.

„Die Kaywaldschule ist eine absolut vorbildliche Schule, die Kindern und Jugendlichen im Landkreis Heilbronn Bildung und Heimat bietet“, stellte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch gleich zu Beginn des Fachgesprächs „Inklusion“ fest. Am Gespräch nahmen neben der Sonderschulrektorin Barbara Wittmann und ihrer Stellvertreterin Claudia Bay auch der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Frank Braun und der JU-Vorsitzende Steffen Dörr teil.
 
Derzeit wird landesweit an fünf Modellstandorten erprobt, was bald flächendeckend der Fall sein soll: die gemeinsame Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder. Dies geht zurück auf eine Konvention der Vereinten Nationen, die besagt, dass Regelschulen für Behinderte allgemein geöffnet werden müssen. Für Friedlinde Gurr-Hirsch steht hierbei die Wahlfreiheit der Eltern im Mittelpunkt. Auf Grundlage qualifizierter Beratungen sollen diese frei entscheiden können, welche Schulart für ihr Kind die besten Bedingungen bietet. „Um dies zu ermöglichen, muss die Landesregierung den Bestand aller sonderpädagogischen Einrichtungen garantieren und sie zu Bildungs- und Beratungszentren weiterentwickeln. Inklusion ist kein Sparmodell“, hob die CDU-Politikerin hervor. „In der Summe wird Inklusion mehr kosten, müssen doch an den Inklusionsschulen Sozialpädagogen eingesetzt werden“, so Gurr-Hirsch.
 
Barbara Wittmann plädierte dafür, aus der Sonderschulpflicht ein Recht für die Eltern zu formulieren. Dadurch könne eine bestmögliche Beratung, Unterstützung und Bildung von jungen Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen erreicht werden und die Entscheidung der Schulwahl aus eigenem Antrieb und Überzeugung herbeigeführt werden.
 
MK

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