Frauen in Führung

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit der Unternehmerin Kirsten Hirschmann und Friedlinde Gurr-Hirsch MdL

 
Den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, ist das Ziel der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und frauenpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch. Dies scheitert allerdings häufig an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. „Deshalb sind Politik und Betriebe gefragt, innovative Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anzubieten“, betonte die Landtagsabgeordnete auf einer frauenpolitischen Veranstaltung bei der Firma Hirschmann Laborgeräte in Eberstadt. Dies gelte vor allem angesichts der enormen Bedeutung von Frauen im Wirtschaftsleben: Mehr als 70 Prozent der Frauen zwischen 20 und 65 Jahren sind in Baden-Württemberg erwerbstätig.  
 
Allerdings müssen Frauen verstärkt dazu ermuntert werden, auch verantwortungsvolle Positionen anzustreben. „Mir geht es darum, wie Baden-Württemberg dabei mit gutem Beispiel vorangeht und neue Maßstäbe setzt. Gemeinsam mit den Unternehmen im Land muss erarbeitet werden, wie Frauen besser gefördert werden können und wie wir die Familien noch besser unterstützen können, damit Familie und Beruf, Kind und Karriere besser zu vereinbaren sind“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Die Unternehmerin Kirsten Hirschmann geht hierbei mit gutem Beispiel voran. Sie führt nicht nur eine erfolgreiche mittelständische Laborgerätefirma, sondern engagiert sich gleichsam aktiv bei den Wirtschaftsjunioren. Zeitweise war sie sogar Bundesvorsitzende dieses größten Verbandes junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Die dabei gesammelten Erfahrungen sind auch in die Führungsstrategie des eigenen Unternehmens eingeflossen. Darüber hinaus sind Kirsten Hirschmann soziale Themen ein wichtiges Anliegen. Die Unternehmerin beteiligte sich beispielsweise beim Bau einer Kindertagestätte in Heilbronn.
 
Eine muntere Diskussion entwickelte sich zur Frauenquote in Dax-notierten Unternehmen. Kirsten Hirschmann kritisierte die von der CDU-Landtagsfraktion geäußerte Forderung, bis zum Jahr 2018 20 Prozent und bis zum Jahr 2023 40 Prozent der Aufsichtsratsposten Dax-notierter Unternehmen verpflichtend mit Frauen zu besetzen. Betrachtet man die Wirtschaft in Baden-Württemberg, kann allerdings festgestellt werden, dass es der Mittelstand ist, der den Erfolg dieses Landes ausmacht. 80 Prozent der Arbeitsplätze sind in mittelständischen Betrieben angesiedelt und über 30 Prozent dieser Unternehmen werden bereits von Frauen geleitet. Der CDU-Landtagsfraktion liegt es fern, in deren wirtschaftliche Freiheit einzugreifen. „Dennoch handelt es sich bei der Frauenquote in Dax-notierten Unternehmen um ein Leuchtturmprojekt, mit dem Ziel das Denken und Handeln in allen Wirtschaftsbereichen zu beeinflussen“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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