Frauen im ländlichen Raum halten

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hrisch MdL: "Der Abwanderung von Frauen aus dem ländlichen Raum muss entgegen gewirkt werden."

Die Antwort der Landesregierung auf Anfrage von CDU-Abgeordneten im Stuttgarter Landtag bestätigte, dass immer mehr junge Frauen aus dem ländlichen Raum abwandern. Demnach haben im Jahr 2010 per Saldo über alle Altersgrenzen hinweg fast doppelt so viele Frauen (3055) wie Männer (1551) den ländlichen Raum verlassen. Im Vergleich zur Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern macht sich diese Wanderung jedoch nicht als Abwanderung aus Baden-Württemberg bemerkbar. Vielmehr sind im Südwesten in den Verdichtungsräumen und deren Randzonen beträchtliche Bevölkerungszunahmen zu verzeichnen.
 
„Um die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes in Baden-Württemberg zu erhalten, muss diesem Trend nachhaltig und zügig entgegen gewirkt werden“, forderte Friedlinde Gurr-Hirsch, die sich in ihrer Funktion als Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum stets für die Förderung der weniger dicht besiedelten Gebiete eingesetzt hat. Dafür müsse insbesondere die Schaffung neuer Arbeits- und Einkommensfelder für Frauen auf dem Land unterstützt werden.
 
Ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Zukunftschancen in diesem Bereich ist laut Friedlinde Gurr-Hirsch das von der Europäischen Union mitfinanziert Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“ (IMF). Damit werden neue und besonders innovative Ideen für Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen im ländlichen Raum unterstützt. In Baden-Württemberg wurden in der aktuellen Förderperiode 2007-2012 bislang 100 Projekte bewilligt. „Ich freue mich darüber, dass die grün-rote Landesregierung beabsichtigt, dieses erfolgreiche Programm auch ab dem Jahr 2014 fortzusetzen“, hob die Landtagsabgeordnete hervor.
 
MK

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