Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Bewerbung"

„Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels in Baden-Württemberg sollten vermehrt Jugendliche mit Migrationshintergrund für Berufsausbildungen gewonnen werden“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Um dies zu unterstützen, hatte die CDU-Politikerin im baden-württembergischen Landtag einen Antrag zur Ausbildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gestellt. „Denn die Fähigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg auch in Zukunft erfolgreich ist“, äußerte sich die Landtagsabgeordnete überzeugt.
 
Die Antwort der Landesregierung auf den Antrag von Friedlinde Gurr-Hirsch offenbarte, dass ausländische Jugendliche derzeit viel größere Probleme haben einen Ausbildungsplatz zu finden als deutsche. Während im Juli 2012 nach Ende der Schulzeit und vor Beginn des nächsten Ausbildungsjahres noch 35 Prozent der deutschen Bewerberinnen und Bewerber auf einen Ausbildungsplatz warteten, waren 43 Prozent der ausländischen Lehranwärter in diesem Berichtsmonat unversorgt. Wie das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bestätigte, ist dies auf niedrigere bzw. fehlende Bildungsabschlüsse und vor allem auf unzureichende Sprachkenntnisse zurückzuführen. „Die CDU-Landtagsfraktion weist daher schon seit vielen Jahren darauf hin, dass insbesondere das sichere Beherrschen der deutschen Sprache ein entscheidender Schlüssel für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Nach Aussage der Landesregierung ist gerade auch im öffentlichen Dienst der Anteil ausländischer Auszubildender gering. „Die Landesregierung ist von ihrem Ziel, die Zusammensetzung der Gesamtbevölkerung Baden-Württembergs in der Zusammensetzung des öffentlichen Dienstes abzubilden, noch weit entfernt“, erläuterte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, die auch Mitglied im Integrationsausschuss des Landtages ist.
 
MK

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