Euro-Rettung - aktueller Stand

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Inge Gräßle MdEP

Auf Einladung des CDU-Stadtverbands Lauffen und der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch MdL informierte die Europaabgeordnete und Sprecherin der EVP-Fraktion im Haushaltskontrollausschuss des Europäischen Parlaments, Dr. Inge Gräßle, in der Stadthalle in Lauffen über den Stand der Euro-Rettung.
 
Dabei ging die Europapolitikerin auf die neuesten Entwicklungen in der Fiskalpolitik ein und hob hervor, dass es vor allem auch in deutschem Interesse sei, die europäische Währungsunion nicht aufzubrechen. „Jede andere Lösung ist mit viel höheren Risiken verbunden und letztlich teurer. Dies wird derzeit auch bei einem Blick in die Schweiz deutlich, wo die Nationalbank durch Euro-Stützungskäufe verhindern muss, dass der Franken zu stark und damit die einheimischen Produkte auf dem Weltmarkt zu unattraktiv werden“, erklärte Dr. Inge Gräßle.
 
Als EVP-Sprecherin im Haushaltskontrollausschuss ist sie mit den Problemen in den Krisenländern sehr gut vertraut. „Diese sind in allen schwächelnden EU-Staaten ähnlich gelagert. Schlechte Produktivität, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, oft hohe Korruption und ein zu geringer Industriesektor haben insbesondere Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien in die Misere gebracht“, so die Europaabgeordnete. Deshalb müsse in Deutschland alles dafür getan werden, um die Basis unserer Industrien zu erhalten. Darauf basiere unser Wohlstand.
 
Darüber hinaus wurde deutlich, dass seitens der Europäischen Union in den letzten beiden Jahren viele Regelungen auf den Weg gebracht wurden, um für zukünftige Krisen gewappnet zu sein. „Doch ohne Tilgung werden die finanzpolitischen Probleme in Europa langfristig nicht gelöst“, konstatierte Dr. Inge Gräßle. Dies muss auch auf Landesebene beachtet werden. „Dass die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg bei Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe auch in den nächsten Jahren zusätzliche Schulden aufnehmen möchte, ist keinesfalls nachhaltig und hinnehmbar“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. 
 
MK

Nach oben