Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL offenbart, dass Frauen in Baden-Württemberg viel seltener Orden und Ehrenzeichen verliehen bekommen als Männer.

In der Regel liegt der Anteil der besonders gewürdigten Frauen bei den Auszeichnungen des Landes unter 30 Prozent, obwohl insgesamt mehr Frauen als Männer ehrenamtlich tätig sind.
 
Die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion fordert daher dazu auf, vermehrt verdiente Frauen für Orden und Ehrenzeichen wie die Ehrennadel, Wirtschafts-, Staats- oder Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg vorzuschlagen. Nur so könne das Verhältnis der engagierten Frauen auch unter den Ausgezeichneten abgebildet sein. 
 
„Baden-Württemberg hat in Sachen Ehrenamt eine herausragende Stellung. Diese ist auf Dauer nur zu halten, wenn eine verhältnismäßige Anerkennungskultur Einzug erhält“, erläuterte die CDU-Politikerin. Auch der Ministerpräsident könne dazu seinen Beitrag leisten, indem er seine Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere bei der Verleihung der Staufermedaille sowie des Landesverdienstordens zukünftig entsprechend nutzt. „Ich setze darauf, dass Winfried Kretschmann den Blick auf verdiente Frauen weitet“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Die frauenpolitische Sprecherin denkt in diesem Zusammenhang auch an das Nachbarland Bayern, wo es ein besonderes Anliegen ist, vor allem auch Frauen mit staatlichen Orden und Ehrenzeichen angemessen auszuzeichnen. „Auf Veranlassung von Ministerpräsidenten Horst Seehofer wurde der Anteil der mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichneten Frauen auf über 30 Prozent erhöht“, so die Landtagsabgeordnete.
 
MK

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