Russland-Reise von Baden-Württemberg International

Friedlinde Gurr-Hirsch auf wichtiger Delegationsreise

Diesmal führte die Reise der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Baden-Württemberg International (bw-i) nach Russland. Als Vertreter der Landespolitik waren Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid sowie die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch dabei. Schon seit einigen Jahren dienen diese Delegationsreisen als Türöffner für heimische Unternehmen im Ausland und leisten einen erheblichen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und wichtigen Handelspartnern.
 
Die Delegation war gespannt, welche Situation sie nach der kürzlich stattgefundenen Präsidentenwahl antrifft und wurde positiv überrascht. Die politisch Verantwortlichen vor Ort vermittelten den Eindruck, dass sich Russland weiter in Richtung Westen öffnen will. Insbesondere das Gespräch mit Arkadij Dworkowitsch, persönlicher Berater Putins, trug dazu bei. Er kündigte nicht nur eine Intensivierung der Handelsbeziehungen mit Europa an, sondern auch weitere Privatisierungen von Staatsbetrieben. „Hinzu kommt der bevorstehende Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO, der den wirtschaftlichen Austausch ebenfalls beflügeln wird“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie zeigte sich nach Abschluss der Reise davon überzeugt, dass Russland für Unternehmen aus dem Südwesten ein sehr interessanter und wachsender Markt ist, der viele Chancen bietet.
 
Ihrer Meinung nach gelang es im Rahmen dieser Reise sehr gut, die Potenziale Baden-Württembergs darzustellen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Erfolgreiche Projekte aus Vergangenheit und Gegenwart könnten dafür als Vorbild dienen. Friedlinde Gurr-Hirsch denkt dabei beispielsweise an das landwirtschaftliche Praktikantenprogramm mit Russland, das bereits 1991 vom Land Baden-Württemberg und dem Landesbauernverband Baden-Württemberg e.V. initiiert wurde. Dieses stieß bei Herman Gref, dem heutigen Vorstandsvorsitzenden der Sberbank, der größten Bank Osteuropas, auf großes Interesse.
 
Während der Reise wurde deutlich, dass Russland große Schwierigkeiten hat, Fachkräfte zu finden. Das liegt auch daran, dass dort das demografische Problem noch größer ist als in Deutschland. Deshalb zeigten sich die Russen für Kooperationen zur Bekämpfung des auch im Südwesten anzutreffenden Fachkräftemangels aufgeschlossen. Ihr Augenmerk fiel dabei vor allem auf das baden-württembergische Modell der dualen Hochschule bzw. der dualen Berufsausbildung.
 
Die Ankündigung der politisch Verantwortlichen, die 11,5-Millionenstadt Moskau durch weitere sechs Millionen Menschen zu vergrößern, hat Friedlinde Gurr-Hirsch stark irritiert. „Bereits jetzt schon ist die Metropole lahm gelegt durch tägliches Verkehrschaos. Daher ist es dringend notwendig, die zunehmende Landflucht zu bekämpfen“, konstatierte die Landtagsabgeordnete abschließend.
 
MK

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