EU nimmt Wasserqualität unter die Lupe

Friedlinde Gurr-Hirsch gegen Verschärfung von EU-Richtlinie

Das Europäische Parlament und der Rat der Umweltminister haben einen „Vorschlag zur Änderung der Richtlinien in Bezug auf prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik“ vorgelegt. In erster Linie geht es dabei um eine Schadstoffreduzierung in den Gewässern. Angesichts der bereits heute in Deutschland vorhandenen hervorragenden Wasserqualität lehnt Friedlinde Gurr-Hirsch diesen Vorschlag als Mitglied des Europaausschusses generell ab. „Die damit verbundenen Bürokratielasten und die zusätzlichen hohen Kosten von Klärwerksnachrüstungen stehen nicht im Verhältnis zu den erreichbaren Verbesserungen“, betonte die CDU-Politikerin.
 
In der Vergangenheit habe sich, wenn Aufwand und Ergebnis verglichen werden, schon manche europäische Umweltvorschrift als Flop erwiesen. „Das Durcheinander bei den Feinstaubgrenzwerten, der Biosprit, das Hineinregieren in unsere Kommunen bei den FFH-Gebieten oder die jetzt geforderten Lärmaktionspläne verdeutlichen, dass wir mehr praktische Vernunft in der europäischen Umweltpolitik brauchen“, konstatierte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Ihrer Meinung nach ist es übertrieben, die derzeit schon strengen Richtlinien im Gewässerschutz weiter zu verschärfen. Dadurch beschäftige man sich mit irrelevanten Qualitätsverbesserungen und schieße weit über das Ziel einer sinnvollen Trinkwasser- und Gewässerschutzpolitik hinaus. „Einzig hinsichtlich Medikamentenrückständen im Wasser ist es sehr sinnvoll, noch gewissenhafter als bisher darauf zu achten, dass diese minimiert und damit gefährliche Langzeitwirkungen verhindert werden“, so die Landtagsabgeordnete abschließend.
 
MK

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