CDU-Landtagsfraktion setzt sich in Haushaltsberatungen für Mittelstand ein

Friedlinde Gurr-Hirsch: "Land muss Leistungsschauen auch weiterhin fördern"

Die CDU-Landtagsfraktion hat sich in den Beratungen zum Landeshaushalt 2012 für die Interessen des Mittelstands eingesetzt. Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch mitteilte, habe ihre Fraktion in der Plenarsitzung des Landtags am 10. Februar 2012 beantragt, für die finanzielle Unterstützung von örtlichen Leistungsschauen 150.000 Euro bereitzustellen. „Leider wurde dieser Antrag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen abgelehnt“, bedauerte Friedlinde Gurr-Hirsch. Somit stehen für 2012 keinerlei Zuschüsse des Landes für Gewerbeschauen zur Verfügung. Im Jahr 2011 waren die Ausstellungen noch mit 150.000 Euro unterstützt worden.
 
Leistungsschauen seien für den Mittelstand vor Ort von großer Bedeutung, betonte die CDU-Landtagsabgeordnete. Gerade kleine und mittlere Betriebe hätten im Rahmen von Gewerbeschauen die Möglichkeit, sich vor Ort einem größeren potentiellen Kundenkreis zu präsentieren. „Damit trägt diese Form der Wirtschaftsförderung auch unmittelbar zur Sicherung der wohnortnahen Versorgung bei“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. Im Gegenzug erhielten die Besucherinnen und Besucher einen umfassenden Überblick über das Leistungsangebot der lokalen Betriebe.
 
Für die Durchführung der Leistungsschauen sind die Gewerbe- und Handelsvereine vielfach auf die Zuschüsse des Landes angewiesen. „Dass die Landesregierung diese Präsentationsplattformen im Haushalt 2012 nicht eingeplant hat, ist für uns unverständlich“, monierte die CDU-Politikerin. Es sei zu befürchten, dass zahlreiche Vereine künftig den Aufwand einer Leistungsschau deutlich seltener oder gar nicht mehr auf sich nehmen. Friedlinde Gurr-Hirsch sprach sich deshalb dafür aus, Gewerbeschauen künftig wieder mit Landesmitteln zu unterstützen.
 
„Die CDU versteht sich auch weiterhin als Partei des Mittelstands“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. Kleine und mittlere Unternehmen sowie die Selbständigen stellen in Baden-Württemberg rund zwei Drittel der Arbeitsplätze und bilden vier von fünf Lehrlingen aus. Sie erwirtschaften mehr als 50 Prozent des Bruttosozialprodukts und rund 80 Prozent des gewerblichen Steueraufkommens. „Dieser Bedeutung der mittelständischen Betriebe muss das Land in seiner Wirtschaftspolitik angemessen Rechnung tragen“, forderte die CDU-Landtagsabgeordnete.

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