Dorfläden in Baden-Württemberg

Gurr-Hirsch wirbt für kleine Lebensmittelgeschäfte

Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion offenbart, dass sich die Anzahl kleiner Lebensmittelläden in den letzten Jahren bundesweit merklich verringert hat. Betroffen davon ist insbesondere der ländliche Raum. Nach Angaben des Handelsverbandes Baden-Württemberg hatten kleinflächige Lebensmittelgeschäfte im Jahr 2009 am gesamten Lebensmittelmarkt nur noch einen Umsatzanteil von 7 Prozent, bei fallender Tendenz.
 
Die Sicherung der Grundernährung vor Ort ist damit stark gefährdet. „Für die Nahversorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum sind kleine Dorfläden äußert wichtig“, hob die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Da diese sich über den Deckungsbeitrag aus dem Handel häufig nicht betreiben lassen, setzt sich die Landtagsabgeordnete dafür ein, dass diese beispielsweise auf Basis eines bürgerschaftlichen Engagements oder in Form von Genossenschaften betrieben werden. „Leider hat die grün-rote Regierung zur Verbesserung der Situation in ihrer Antwort auf die Anfrage keine eigenen Vorschläge gemacht“, so Gurr-Hirsch. Sie beziehe sich in ihrer Stellungnahme vor allem auf Maßnahmen der CDU-geführten Vorgängerregierung. Dabei gebe es landauf landab gute Bespiele, vor allem auch als Bürgergenossenschaftsmodell, so auch in Kirchardt-Berwangen. „Den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort wird dadurch nicht zur Genüge begegnet. Wir dürfen die Entwicklung in den ländlichen Räumen nicht aus den Augen verlieren. Angesichts des demografischen Wandels, wird die Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs immer wichtiger“, betonte die Landtagsabgeordnete.  
 
MK

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