Landtagspräsident Guido Wolf sprach bei der Eppinger CDU

Bürgerempfang in der Kraichgaustadt

Bei der Eröffnung des 17. Bürgerempfangs des Eppinger CDU-Stadtverbandes und der Gemeinderatsfraktion konnte die Fraktionsvorsitzende Margarete Lang in der Firma Lang-Fenster ca. 150 Besucher begrüßen, unter ihnen Landtagspräsident Guido Wolf, Bundestagsabgeordneter Thomas Strobl, Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch, OB Klaus Holaschke und Bürgermeister Peter Thalmann sowie die gastgebende Firmenfamilien Volker und Reiner Lang.
 
Margarete Lang kritisierte den holprigen Start der neuen grün-roten Landesregierung in vielen Bereichen, u.a. auch im Hinblick auf die Bildungspolitik. Weiterhin forderte sie die Zuhörer auf, bei der OB-Wahl am 5. Februar trotz des Alleinbewerbers von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Denn eine hohe Wahlbeteiligung stärke sowohl die Motivation des Amtsinhabers als auch das Image der großen Kreisstadt Eppingen nach außen.
 
„Eppingen ist in der CDU der Motor in der Region“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch. Das Ergebnis der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 sei auch ein Erfolg der CDU gewesen. Sie bestätigte die Kritik von Frau Lang, demzufolge viele Eltern unzufrieden mit dem Bildungskonzept der grün-roten Regierung seien. Und obwohl das Land im abgelaufenen Jahr zwei Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen erzielt hat, setze die neue Landesregierung falsche Schwerpunkte. „Nach der umstrittenen Polizeireform besteht die Befürchtung, dass die grün-rote Landesregierung auch die Landkreise abschaffen werde“, hob Gurr-Hirsch hervor.
 
Der Chef der Firma Lang-Fenster, Volker Lang, stellte seinen mittelständischen Betrieb mit 40 Arbeitskräften vor. Die Firma beliefere Kunden in ganz Europa. Es sei sehr schwierig, in dieser Baubranche bestehen zu können. Ein Problem besteht derzeit darin, auf dem Arbeitsmarkt gut qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen. Die Firma habe in den letzten drei Jahren zwei Millionen Euro in neue Fertigungsanlagen investiert, der Bau einer neuen Logistikhalle sei beabsichtigt.
 
Tosenden Beifall erhielt der Hauptredner des Bürgerempfangs, Landtagspräsident Guido Wolf, für seine gehaltvolle, dazwischen mit kurzen amüsanten Gedichten ausgeschmückte Rede. „Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit“, hob Wolf hervor. Die Arbeitslosigkeit sei so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Es bestehe in Baden-Württemberg nahezu Vollbeschäftigung. Das Land sei gut aufgestellt mit positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
 
Guido Wolf erkannte keine Eurokrise, sondern eine Staatsschuldenkrise. Viele Eurostaaten haben nach seiner Meinung über ihre Verhältnisse gelebt. Man solle daran denken, dass 1,2 Milliarden Menschen in der Welt in Armut mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen müssen. Guido Wolf:„Wir sollten zufrieden sein, mit dem, was wir haben. Denn wir können nicht ständig unseren Wohlstand steigern.“ Was der Mensch hat, sei er leider nicht mehr bereit, auch nur teilweise zurückzugeben. Wolf „Wir müssen die Finanzen in den Griff bekommen. Für eine Sparoffensive erhalte man zwar schnell die Zustimmung der Bevölkerung. Wenn es aber konkret wird wo man anfängt, dann gilt sehr schnell „das St. Florianprinzip“.- Weiter sagte er: „Die Summe aller Wünsche der Bevölkerung sei das Chaos der Politik“.
 
Der Landtagspräsident lobte die Haltung und erfolgreiche Arbeit der Kanzlerin Angela Merkel, gerade in der sog.Eurokrise. Landtagspräsident Guido Wolf zum Abschluss: “Wir, die CDU, haben Lust auf Zukunft; das muss unser Motto für 2012 sein.
 
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Streicher-Quartett der Familie Ehrenberger. Gerhard Heidt, Ehrenvorsitzender des CDU-Stadtverbands, bedankte sich bei den Rednern Guido Wolf, Friedlinde Gurr-Hirsch sowie der Firmenfamilie Volker Lang und überreichte ihnen jeweils ein Präsent. Sein Dank galt auch den vielen Helfern der Eppinger CDU und Frauenunion für den Auf- und Abbau sowie die Bewirtung. Traditionell endete die Veranstaltung mit der Nationalhymne. (mst)
 
Eine Bildergalerie ist auf unserer Homepage unter www.cdu-eppingen.de und auf der Website von www.eppingen.org eingestellt!

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