Bildungspolitische Beschlüsse des Bundesparteitags

Friedlinde Gurr-Hirsch informiert über die Resultate von Leipzig

Auf dem Bundesparteitag der CDU Deutschland in Leipzig ist die Oberschule als eine mögliche Schulform von den Delegierten beschlossen worden. Sie beinhaltet die beiden Bildungsgänge Hauptschule und Realschule mit deren jeweiligen Abschlüssen. Eine Alternative zur Oberschule ist die Werkrealschule, wie sie in Baden-Württemberg schon lange praktiziert wird. Sie eröffnet allen Schülerinnen und Schülern den Weg zur Mittleren Reife. „Eine weitere Alternative sind die sogenannten Schulverbünde, die als jeweils eigenständige Bildungsgänge die Hauptschule und Realschule unter einem Dach vereinen. Auch diese sind bei uns längst möglich“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Sie freut sich über das in Leipzig abgegebene klare Bekenntnis zum differenzierten Bildungswesen. Die Hauptschule, Realschule und das Gymnasium können auch künftig als eigenständige Schularten erhalten bleiben.
 
Ein Beschluss für ein zweizügiges Bildungswesen wurde nicht getroffen. „Teilweise wurde dies von den Medien falsch berichtet. Die baden-württembergische CDU konnte den Begriff der „zwei Wege“ im Vorfeld erfolgreich ausräumen“, so die Landtagsabgeordnete. Sie möchte sich dafür einsetzen, dass die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungsgängen weiter erhöht wird.
 
Auf Bundesebene soll darüber hinaus ein Bildungsrat eingerichtet werden. Die Baden-Württemberger hatten sich dagegen ausgesprochen, da sie eine Einmischung des Bundes in ein originäres Landesthema befürchten.
 
MK

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