Mit Stuttgart 21 Weichen für die Zukunft stellen

Informationsabend zum Bahnprojekt Stuttgart 21 in der Villa Waldeck in Eppingen

Auf Einladung des CDU-Stadtverbands Eppingen und der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch kamen über 60 Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung mit dem Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, Wolfgang Dietrich. Angesichts der bevorstehenden Volksabstimmung am 27. November war dies eine sehr gute Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen um Stuttgart 21 zu erkundigen. Obwohl die CDU die Organisation übernahm, legte die Landtagsabgeordnete in ihrer Einführung Wert darauf, dass es sich nicht um eine Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei handelt, sondern der Abend als Teil einer Informationskampagne aller Befürworter zu verstehen ist. „Wenngleich laut aktuellen Umfragen eine große Mehrheit im Land hinter dem Bahnhofsneubau steht, geht es darum, die Menschen in Baden-Württemberg weiter von den Vorteilen des Projekts zu überzeugen. Die größte Herausforderung besteht darin, die Befürworter zu mobilisieren“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Wolfgang Dietrich hob in seinen Ausführungen hervor, dass es keine realistische Alternative zu den geplanten Baumaßnahmen gibt. „Entweder Stuttgart 21 wird verwirklicht oder es passiert gar nichts. Es gibt zwar technisch oder planerisch verschiedene Möglichkeiten der Projektgestaltung, aber rechtlich sowie finanziell gesichert und umsetzbar ist nur die bestehende Variante. Für alle anderen Vorschläge bestehen keine demokratischen Mehrheiten, stehen keine Gelder zur Verfügung und es gibt auch keinen Bauherren“, erläuterte der Projektsprecher. Daher sei es unredlich, den Bürgerinnen und Bürgern vorzugaukeln, es gäbe Alternativen zum unterirdischen Durchgangsbahnhof.   
 
In der anschließenden Diskussion konnte Wolfgang Dietrich zahlreiche Missverständnisse ausräumen und verbreitete Unwahrheiten korrigieren. Er klärte die Zuhörerinnen und Zuhörer beispielweise darüber auf, dass bei Nichtrealisierung von Stuttgart 21 kein einziges Bahnprojekt in Baden-Württemberg früher kommen wird. Das Geld sei dann weg, fließe zurück zur Bahn und in die Haushalte von Bund, EU sowie Stadt Stuttgart. Das Land müsste aber stattdessen fast 1,6 Milliarden Euro für Entschädigungsforderungen aufbringen. Dies ist fast doppelt so hoch wie der finanzielle Beitrag des Landes zum Bahnprojekt, der 836 Millionen Euro beträgt. Jedoch erhalten die Menschen in Baden-Württemberg dafür keinen modernen und zukunftsfähigen Bahnhof sowie eine schnelle Anbindung an das europäische Schienennetz, sondern eine Ruine.
 
M. Kleemann

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