Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch beim Neujahrsfest der Diakonie im Heilbronner Land

Das traditionelle Neujahrsfest der Diakonie versammelte wieder zahlreiche Mitarbeiter, Förderer und Freunde in den schönen Räumen des Alten Theaters in Sontheim.

In der diesjährigen Festrede ging der Direktor des diakoniewissenschaftlichen Instituts an der Uni Heidelberg, Professor Johannes Eurich auf das Thema „Vielfalt und Identität“ ein. Vielfalt sei aus christlicher Perspektive zu begrüßen. „Gottes Welt ist eine bunte Welt, jeder hat darin seinen Platz“. Vielfalt könne aber nur gelebt werden, wenn man Fremdheitserfahrungen mit seinem Selbstverständnis in Balance bringen könne.  

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hob in ihrem Grußwort die Diakonie als tragende Säule unseres Staates hervor. Sie spannte in ihrer Rede einen Bogen von den Anfängen der Diakonie unter Pastor Theodor Fliedner und vor allem der ehemaligen Sozialministerin Annemarie Griesinger, die mit ihrem erfolgreichen Landesprogramm als „Mutter der Sozialstationen“ bekannt wurde. „Ich bin heute noch beeindruckt, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat“, so Gurr-Hirsch. Heute stelle sich die Diakonie den aktuellen Herausforderungen wie Integration von Landzeitarbeitslosen, Wohnraumversorgung, aber auch die der gesellschaftlichen Entwurzelung wie Einsamkeit oder Vielfalt und Identität. „Die größte Herausforderung ist wohl die Demografie mit all ihren Folgen“, so die Staatssekretärin. „Dabei sind Sozial- und Diakoniestationen die ideale Antwort. Sie verknüpfen Eigenverantwortung und bestmögliche Pflege zu Hause im gewohnten Umfeld“.

Nicht zu vergessen sei aber auch der Arbeitsbereich „Inklusion“ sowie der „Masterplan Jugend“ für benachteiligte Jugendliche. Das Engagement zahlreicher Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe ist besonders beeindruckend: „Was mir besonders wichtig dabei ist, man spürt, dass dies alles mit christlichen Werten geschieht. Darauf darf die Diakonie stolz sein“, so Gurr-Hirsch abschließend.

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