Bürgermeister Uwe Hehn war es wichtig, einer Politikerin des ländlichen Raumes die besonderen Herausforderungen einer Flächengemeinde zu vermitteln.

Anlässlich der Gewerbeschau am 5. November letzten Jahres lud er die erfahrene CDU-Politikerin in die malerische 4.700 Einwohnerstadt an der Tauber ein. In einer dreistündigen Autofahrt mit einigen Stopps wurden alle 12 Ortsteile und sämtliche Wohnplätze in Augenschein genommen. Für über 75 km Gemeindestraßen muss die Kommune die Straßenlast tragen. „Dies ist mit unserem Haushalt nicht zu leisten“, stellte Uwe Hehn fest. Schwierig instand zu halten sind auch 875 km Feldwege. Betreuung und Bildung sind ebenfalls eine große Herausforderung für eine so ausgeprägte Flächenstadt. „Es ist für uns außerordentlich schwierig eine positive Zuführungsrate zu erwirtschaften, die notwendig ist, um vom Ausgleichsstock Zuschüsse zu bekommen“, so Bürgermeister Hehn.

Von wegen Abwanderung! Der „Schultes“ berichtet, dass viele junge Familien in der Gemeinde bauen wollen. Das Baurecht sei hier zu inflexibel und verlange teure Abrundungssatzungen. Die Staatssekretärin schlug Lösungen für den ländlichen Raum vor. „Etwa der Demografiefaktor oder der Flächenbonus könnten Lösungen für die Herausforderungen des ländlichen Raumes sein“, meinte sie. Bürgermeister Hehn fand in ihr eine engagierte Kämpferin für die gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land. „Der Koalitionsvertrag hat dies aufgenommen und der Kabinettsausschuss Ländlicher Raum arbeitet sehr engagiert an den Themenschwerpunkten des ländlichen Raumes“, so die Staatssekretärin.

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