Auftakt für neuen Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung Baden-Württemberg

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch unterzeichnet Verpflichtungserklärung

Fünf Ministerien und 23 Verbände unterzeichneten beim Grundbildungstag Baden-Württemberg in der Schwabenlandhalle in Fellbach eine Verpflichtungserklärung mit dem Ziel, den funktionalen Analphabetismus in Baden-Württemberg spürbar zu verringern und das Grundbildungsniveau auszubauen.

Der Grundbildungstag bildet als öffentliche Veranstaltung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den feierlichen Auftakt für die künftige Zusammenarbeit. „Der Landesbeirat kann durch den Grundbildungstag mit viel Schwung seine wichtigen Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft angehen, um die Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu unterstützen“, erklärt Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, die als Vertreterin des Ministeriums für den ländlichen Raum das Papier unterzeichnete. Im Landesbeirat sind die wichtigsten Bereiche aus Wirtschaft und Gesellschaft vertreten – von den Kommunalen Landesverbänden über die drei Wirtschaftsvereinigungen, das Bildungswerk des DGB, die PH Weingarten, die Landeszentrale für politische Bildung, den Landessportverband bis hin zu wichtigen Bildungsträgern. Auch die Landesregierung wird sich in größerem Umfang an der gemeinsamen Arbeit beteiligen. Vertreten sind neben dem Kultus- das Wirtschafts-, das Sozial- und das Wissenschaftsministerium sowie das Ministerium für Ländlichen Raum. Der Landesbeirat soll neue Wege in der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener ermöglichen. Die Mitglieder „wollen sowohl die beruflichen Kompetenzen als auch die Alltagskompetenz der Menschen deutlich steigern und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe in allen Lebensbereichen einer demokratischen Gesellschaft befähigen“, heißt es in der Verpflichtungserklärung. Das neue Gremium soll künftig die Anstrengungen koordinieren und größere Zielgruppen ansprechen, Menschen mit Deutsch als Erstsprache genauso wie in Deutschland lebende Migranten, Erwerbstätige und Arbeitslose, Rentner und Familien. Zudem sollen unterschiedliche Zugangswege zu den Betroffenen über Familie, Kindergarten und Schule, Beruf und Verein, Ärzte und Verwaltungen gefunden werden. „Nur wer richtig lesen und schreiben kann, ist in unserer Gesellschaft gut verankert. Hier wollen wir mehr tun, um etwa auch weniger qualifizierten Beschäftigten in Unternehmen neue Aufstiegschancen zu ermöglichen“, bekräftigte Friedlinde Gurr-Hirsch.

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