Ausstellung "Ländlicher Raum - innovativ und zukunftsfähig" im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau eröffnet

Staatssekretärin Gurr-Hirsch MdL: „Für eine zukunftsfähige Gestaltung des Ländlichen Raums sind unsere vielfältigen Förderprogramme unverzichtbar“

Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität und Wirtschaftskraft aus. Die Stärken des Ländlichen Raums auszubauen und ihn zukunftsfähig zu gestalten, ist Aufgabe und Ziel verschiedener Förderprogramme, die zum Teil mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union in Baden-Württemberg realisiert werden.

„Der Ländliche Raum Baden-Württembergs ist als Wohnort, Wirtschaftsstandort und als Naturraum sehr wichtig. Unseren starken Ländlichen Raum unterstützen wir als Landesregierung mit verschiedenen Förderprogrammen und einer integrierten Agrar- und Strukturpolitik. So bleibt der Ländliche Raum starker Wirtschaftsstandort und attraktiver Lebensraum zugleich“, sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Mittwoch (6. Juli) bei der Eröffnung der Ausstellung ‚Ländlicher Raum – innovativ und zukunftsfähig‘ im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Öhringen (Hohenlohekreis).
Besucherinnen und Besucher könnten sich von den erfolgreichen Förderprogrammen des Landes auf der Landesgartenschau ein Bild machen, so Gurr-Hirsch. 

Impulse für einen starken Ländlichen Raum

Zu den Förderprogrammen für den Ländlichen Raum gehören unter anderem das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und LEADER, ein Regionalentwicklungsprogramm zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden. „Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ist das zentrale Förderinstrument für den Ländlichen Raum. Die Förderschwerpunkte in diesem Programm liegen auf den Bereichen Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Mit dem ELR unterstützen wir zum Beispiel die Erhaltung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude durch Umnutzung zu zeitgemäßem Wohnraum oder Lebensmittelläden und Dorfgemeinschaftshäuser“, sagte die Staatssekretärin. Gurr-Hirsch betonte, dass die Landesregierung auch auf qualitatives Wachstum in den Ortskernen setze und so einem zunehmenden Flächenverbrauch vorbeuge. Flurneuordnungen trügen dazu bei, durch eine Vernetzung von Landwirtschaft und Natur den Ländlichen Raum nachhaltig und umfassend zu stärken. Gleichzeitig würde durch die Erhaltung einer intakten Kulturlandschaft der ländliche Tourismus gestärkt. „Um gemeinsam zukunftsfähige Strategien entwickeln zu können, sind Planer, Unternehmen und Privatpersonen auf zuverlässige und flächendeckende Geoinformationen der Vermessungsverwaltung angewiesen“, erklärte die Staatssekretärin.

„Für einen starken Ländlichen Raum bedarf es außerdem durchdachter Konzepte, die die lokalen und regionalen Bedürfnisse im Blick haben. Hier setzt das Regionalentwicklungsprogramm LEADER an. Mit LEADER lassen sich interessante Ideen und Konzepte im Ländlichen Raum entwickeln und realisieren“, sagte Gurr-Hirsch.

Im Ländlichen Raum seien die Menschen im Gegensatz zu vielen Stadtgebieten mit wohnungsnahen Versorgungsangeboten auf das Auto angewiesen. „Damit Ärzte, Apotheken, Schulen, Läden und andere Einrichtungen der Daseinsvorsorge in ländlichen Gemeinden auch in Zukunft gut erreichbar sind, braucht es nachhaltige Nutzungskonzepte, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Bevölkerung und Unternehmen im Ländlichen Raum abgestimmt sind“, sagte Gurr-Hirsch.

Auch der Zugang zum Internet sei von enormer Bedeutung – in der Stadt ebenso wie in ländlichen Gemeinden. „Schnelle Internetzugänge, die große Datenmengen schnell und zuverlässig übertragen, sind entscheidende Wohn- und Wirtschaftsfaktoren“, erklärte die Staatssekretärin. Daher setze die Landesregierung auf eine Förderpolitik, die Schwerpunkte beim Breitbandausbau in Gewerbegebieten und Schulen setze und eine interkommunalen Zusammenarbeit honoriere.

Innovative Unternehmen gezielt stärken

„Für unsere Spitzenposition als eine der wirtschaftlich stärksten und innovationsfähigsten Regionen in Europa sind die Unternehmen im Ländlichen Raum von großer Bedeutung. Daher sprechen wir mit dem technologieorientierten Förderprogramm ‚Spitze auf dem Land‘ gezielt kleine und mittlere Unternehmen im Ländlichen Raum an, die das Potenzial zur Technologieführerschaft haben“, erläuterte die Staatssekretärin. Sie betonte, dass mit der „Spitze auf dem Land“-Förderlinie kleine und mittlere Unternehmen im Ländlichen Raum mit weniger als 100 Beschäftigten gefördert würden.

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