Gurr-Hirsch bei landesweiter Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag

Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdVF) und Junge Union tagen gemeinsam

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch nahm gerne als Gesprächspartnerin an den Stuttgarter Gesprächen zum Weltflüchtlingstag teil.

In ihrem Statement wies Gurr-Hirsch darauf hin, dass derzeit 65 Mio Menschen weltweit auf der Flucht seien, davon der Großteil mit 35 Mio in Afrika. Dort fliehen die meisten innerhalb ihres Landes, es gibt 65 % sogenannte „Binnenflüchtlinge“. Gründe dafür sind die bürgerkriegsähnlichen Zustände im eigenen Land. Die Menschen erfahren dort Gewalt und haben keine Perspektive für ein Leben in ihrer Heimat. Gurr-Hirsch: „Diese Flüchtlinge sind nicht zu vergleichen mit denen des 2. Weltkrieges. Damals waren rund 14 Mio Menschen auf der Flucht. Alle hatten den gleichen europäischen Kulturhintergrund und die meisten waren deutschsprachig. Damals hatten sich die Flüchtlinge hoch motiviert in das aufnehmende Land eingebracht. Allein unser Land Baden-Württemberg hatte 4 Mio Flüchtlinge aufgenommen. Heute sind die Flüchtlinge oft auch Analphabeten und haben andere religiöse und kulturelle Hintergründe. Dies macht die Eingliederung deutlich schwerer. Die Abgeordnete stellte fest, dass die Europäer und ganz besonders die Deutschen mit ihrer Entwicklungspolitik Sorge tragen müssen, dass die Menschen in ihren Heimatländern wieder Perspektiven haben. Sie brauchen Zugang zu Wasser und Nahrung, aber auch zur Bildung. Deutschland muss darauf hinwirken, dass in den Ländern eine zukunftsfähige Landwirtschaft, eine entsprechende Ernährungswirtschaft sowie verarbeitende Industrie aufgebaut wird. „Ich bin guter Hoffnung, dass der hochmotivierte Bundesminister für Entwicklungszusammenarbeit, Dr. Gerd Müller, die richtige Richtung einschlägt“, so Gurr-Hirsch abschließend.

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