Neue Attraktion im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Einweihung der Wildkatzenwelt im Naturparkzentrum

„Die Wildkatzenwelt ist eine tolle neue Attraktion für das Naturparkzentrum. Durch das neue Modul der Dauerausstellung können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene auf eine interaktive Art die Lebensweise der Wildkatze nachvollziehen. Denn nur derjenige, der die Natur kennt, kann auch ihr Botschafter werden und sie schützen“, so die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich der Einweihung der Wildkatzenwelt im Naturparkzentrum Zaberfeld. Durch die Attraktion werde das Naturparkzentrum weiter aufgewertet, was nicht zuletzt auch für den Tourismus in der Region einen großen Mehrwert bedeute. Die Wildkatzenwelt besteht aus zwei miteinander verknüpften Elementen. Einerseits wurde die Dauerausstellung um ein weiteres Modul erweitert. Darin wird der Lebensraum der Wildkatze und ihre Gewohnheiten vorgestellt, aber auch auf Mythen eingegangen. Im 19. Jahrhundert war die Wildkatze nahezu überall weit verbreitet, während sie im 20. Jahrhundert als ausgestorben galt. Heute gibt es an verschiedenen Stellen im Land immer wieder Sichtungen, was Naturschützer besonders freut. Das zweite Element der Wildkatzenwelt bildet ein Abenteuerspielplatz im Außenbereich des Naturparkzentrums. Hier können Kinder nachfühlen, wie eine Wildkatze über Bäume klettert, auf Ästen balanciert oder ein Versteck in Höhlen findet. Naturpark-Vorsitzender Andreas Felchle hofft nun auch, dass das Naturparkzentrum insbesondere für Schulklassen noch attraktiver wird, es gebe eigentlich keinen Grund, nicht einen Ausflug nach Zaberfeld zu machen. Bürgermeister Thomas Csaszar betonte ebenfalls den Mehrwert, der hier für seine Gemeinde geschaffen wurde. Aus dem Haushalt der Naturparkgemeinde wurden 35.000 Euro für das Projekt gezahlt. Sowohl Europäische Union als auch das Land Baden-Württemberg hatten umfangreiche Fördermittel für das in Summe 200.000 Euro teure Projekt überwiesen. „Das zeigt für mich auch den Stellenwert der Wildkatzenwelt als Vernetzung zwischen Natur, Bildung und Tourismus“, sagte die CDU-Politikerin Friedlinde Gurr-Hirsch. Lebende Wildkatzen sieht man in Zaberfeld leider nicht, was vor allem der scheuen Art der Wildtiere geschuldet ist. Allerdings gibt es Präparate zu betrachten und Informationen zur sogenannten Lockstockmethode, mit der das Leben der Wildkatze erforscht wird. Wer nach dem Besuch auch lebende Exemplare beobachten will, kann dies ganz in der Nähe im Wildparadies Tripsdrill, wo es ein eigenes Gehege für Wildkatzen gibt.

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