Land fördert Innenraumerneuerung der Jakobuskirche

Friedlinde Gurr-Hirsch vor Ort in Brackenheim

„Die Anforderungen an ein Gotteshaus haben sich in den letzten 50 Jahren gewandelt“, stellte Friedlinde Gurr-Hirsch beim Vor-Ort-Besuch in der Brackenheimer Jakobuskirche fest. Vor über 50 Jahren fand die letzte größere Sanierungsmaßnahme im Innenraum der Kirche statt. Seither hat sich viel getan: Der traditionelle Sonntagsgottesdienst hat weniger Besucher, während andere Gottesdienstformen und Konzerte eine höhere Bedeutung bekamen. „Barrierefreiheit, Familienfreundlichkeit und Flexibilität sind die Ansprüche, die heute an einen modernen Kirchenraum gestellt werden. Dies möchte die Evangelische Kirchengemeinde Brackenheim umsetzen. Deshalb soll keine reine Sanierung des Innenraums durchgeführt werden, sondern eine Erneuerung, die sich auch auf die Nutzungsmöglichkeiten auswirkt“, berichtet die CDU-Politikerin von ihrem Besuch. Im Gepäck hatte sie die freudige Nachricht, dass das Land die Innenraumerneuerung in das Landesdenkmalförderprogramm aufnimmt und einen Zuschuss in Höhe von 50.640 Euro gewährt, die Jakobuskirche ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung ist. Vor gut zwei Jahren wurde die Außenrenovierung der Kirche abgeschlossen, bei der das Dach und die Fassade instand gesetzt wurden. Nun soll der Innenraum folgen, wie Dekan Jochen Höss erläuterte. Besonders die Kunstschätze im Innern der Kirche sollen dabei konserviert werden: Unter anderem das Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert, die Renaissance-Kanzel, die Stifterplatten und die Barockorgel, die in diesem Jahr das 300-jährige Jubiläum feiert. In mehreren Ortsbegehungen und Beratungsgesprächen mit der Denkmalpflege wurden die Renovierungsmaßnahmen abgestimmt. „Es ist wichtig, dass hier in der Jakobuskirche der Denkmalschutz und die Wünsche der Kirchengemeinde nach einer Erneuerung des Nutzungskonzepts so gut zusammenwirken. Ich glaube, dass der Landeszuschuss sehr gut angelegt ist und dazu beiträgt, das Kulturdenkmal Jakobuskirche für die nächsten Generationen als Kirchenraum zu erhalten“, resümierte die örtliche Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch.

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