"Frauen werden die Wahl entscheiden"

Friedlinde Gurr-Hirsch über die gestalterische Kraft der Frauen

Die Frauen waren deutlich in der Überzahl, als Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Frauen Union im Kreis Schwäbisch Hall über das Thema „Mit Frauen die Zukunft gestalten“ sprach. Die rund 50 Teilnehmerinnen folgten der Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Helmut W. Rüeck, der als Mann an diesem Tag in der deutlichen Unterzahl war. Gemeinsam mit der Europapolitikerin Inge Gräßle referierte Gurr-Hirsch über die Bedeutung von Frauen für die Gesellschaft: „Frauen haben Herz, sind sozial und haben eine höhere emotionale Intelligenz als Männer“. Dass die meisten, die sich ehrenamtlich engagieren, z.B. gerade in der Flüchtlingskrise, zeige dies deutlich. „Doch die gesellschaftliche Rolle der Frau hat sich gewandelt. Frauen wollen heute Karriere machen und eine Familie gründen. Wir brauchen sie aber auch im Ehrenamt“, konstatierte die gleichstellungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Gurr-Hirsch. „Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht neue Arbeits- und Familienmodelle. Paare mit kleinen Kindern sollten beide weniger arbeiten können und dafür in späteren Jahren wieder mehr“, erläuterte sie ihre Vorstellungen. Der Staat solle verschiedene Modelle ermöglichen und den Rahmen dafür anbieten. Einen staatlich verordneten „einzig richtigen Weg“ dürfe es aber nicht geben. Jede Frau müsse und dürfe für sich selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen wolle. Das Engagement der Frauen sei aber weiterhin gefordert, da viele der Frauen unter den Flüchtlingen Analphabeten seien. Schätzungen gehen von etwa 35 Prozent aus. „Ich glaube, unsere starken Frauen können hier gute Vorbilder sein“, ergänzte Inge Gräßle. „Und es freut mich natürlich besonders, dass kaum eine Frau die AfD wählen würde. Denn die Frauen schauen immer, was hinter der Verpackung steckt und haben es durchschaut: Mit dieser Partei wird kein einziges unserer Probleme gelöst“.

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