Betriebsbesichtigung und Bürgerversammlung in Fürfeld

Zu Besuch im Bad Rappenauer Stadtteil

Ein „unglaublicher Unternehmer“ sei Volker Reinhardt in Bad Rappenau-Fürfeld, kommentiert Friedlinde Gurr-Hirsch ihren Unternehmensbesuch bei dem Flaschnereibetrieb. Seit den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das kleine Unternehmen zu einem spezialisierten Fachbetrieb für Edelstahlflachdächer, Metallfassaden, Metalldächer sowie Solaranlagen und Sanitärinstallationen entwickelt. Im Jahr 2006 konnte eine hochmoderne Produktionshalle bezogen werden. „Mit den neuen Räumlichkeiten und dem leistungsstarken Maschinenpark haben wir die beste Voraussetzung für optimierte und rationelle Arbeitsabläufe“, erklärte der Inhaber. Die CDU-Politikerin Gurr-Hirsch interessierte sich auch für den Kundenkreis: „Aus dem Kraichgau werden Kunden in ganz Deutschland und sogar bis nach Afrika beliefert“, war sie überrascht über die internationale Ausrichtung der Firma Reinhardt. So baute das Unternehmen beispielsweise nicht nur das Metalldach für die Syrisch-Orthodoxe Kirche in Kirchardt, sondern auch jenes für die Kathedrale von Bukoba in Tansania. „Zwei Dinge imponierten mir bei dem Unternehmensbesuch besonders: Die Freude an der Innovation und das christliche Leitbild, das sich das Unternehmen gegeben hat. Ich glaube, damit ist das Unternehmen optimal für die Zukunft gerüstet“, freute sich die CDU-Politikerin. Zum Abschluss der Betriebsführung dankte sie Familie Reinhardt für die Einblicke in ihr Unternehmen und die Möglichkeit, die nachfolgende Bürgerversammlung in den Räumlichkeiten abzuhalten.
Bei dieser anschließenden Veranstaltung unter dem Titel „jetzt red i“, standen die aktuellen Themen rund um Asyl und Flüchtlinge im Zentrum der ausführlichen und lebhaften Diskussion. Friedlinde Gurr-Hirsch betonte die moralische Verpflichtung, die Deutschland gegenüber Bürgerkriegsflüchtlingen habe. „Es ist unsere Christenpflicht, Menschen zu helfen, die in ihren Heimatländern um Leib und Leben fürchten müssen“, so die CDU-Politikerin. „Allerdings muss auch ganz klar sein, dass es eine ungesteuerte und unkontrollierte Zuwanderung nicht geben kann. Wir müssen sachlich darüber nachdenken, wie wir den Menschen, die zu uns kommen, helfen können. Aber wir müssen genau so sachlich darüber reden, wie wir die Lasten innerhalb Europas gerecht verteilen und wann die Belastungsgrenze für die einheimische Bevölkerung erreicht ist.“ Abgelehnte Asylbewerber müssten umgehend abgeschoben werden und ganz generell müsse die grün-rote Landesregierung ihren Verpflichtungen aus dem Asylkompromiss nachkommen. In ihrem Schlusswort forderte die Politikerin eine sachliche Debatte, über die allein die Herausforderungen gemeistert werden können: „Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen, aber wir dürfen keine Ängste schüren.“
 

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