Friedlinde Gurr-Hirsch informiert sich vor Ort über die Arbeit der Kaywaldschule 

Regelmäßig besucht die CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch die verschiedenen Schulen in ihrem Wahlkreis. „Die Kaywaldschule in Lauffen ist eine besondere Schule – nicht nur, weil hier behinderte Kinder unterrichtet werden. Es ist eine besondere Atmosphäre und ein sehr gutes Schulklima“, bemerkte die Politikerin, die selbst ausgebildete Lehrerin ist, bei ihrem Informationsbesuch vor Ort. Im ersten Teil ihres Besuchs nahm Friedlinde Gurr-Hirsch am Unterricht zweier Klassen teil. Die kleinen Gruppen mit jeweils sechs Schülern in der dritten/vierten bzw. siebten/achten Klasse beschäftigten sich mit Sachkunde- und Geschichtsthemen. „Man spürt förmlich, wie gerne die Kinder zur Schule gehen. Sehr vorbildlich ist aus meiner Sicht, mit welchem Respekt den behinderten Kindern hier begegnet wird. Die schwierige Herausforderung für die Lehrkräfte ist, dass sie den Kindern oft nur basale Fähigkeiten vermitteln können“, zeigte sich die Landtagsabgeordnete beeindruckt. 
Neben dem Besuch im Unterricht war es den Lehrerinnen und Lehrern der Kaywaldschule ein besonderes Anliegen, sich mit Friedlinde Gurr-Hirsch auch im Rahmen der Gesamtlehrerkonferenz auszutauschen. Die Politikerin berichtete über die allgemeine bildungspolitische Situation im Land wie auch die Debatte um die Inklusionsgesetzgebung. Letztere war das zentrale Thema der Gesamtlehrerkonferenz. Mit dem Kollegium der Kaywaldschule war sie sich einig, dass Inklusion nur um der Inklusion Willen nicht sinnvoll ist. „Ebenso hielte ich eine Auflösung der Sonderschulen für einen unverzeihlichen Fehler“, betonte Gurr-Hirsch. Sonderschullehrer seien hervorragend ausgebildete Spezialisten und Experten im Umgang mit behinderten Kindern und Sonderschulen böten ein hochspezialisiertes Umfeld, in dem Kinder meist mehr Chancen wahrnehmen könnten. Eine optimale Entwicklung der Kinder stehe im Zentrum der Bemühungen der Lehrerschaft, so die Rektorin der Kaywaldschule, Barbara Wittmann. Friedlinde Gurr-Hirsch fügte hinzu, man müsse mit dem Prozess der Inklusion behutsam vorgehen und die richtigen Ansätze finden. Schließlich stehe das Wohl der Kinder im Mittelpunkt. Das Konzept der Außenklassen, das von der Kaywaldschule seit Jahren verfolgt werde, biete eine bewährte Lösung. Behinderte Kinder bleiben an ihrer Stammschule, aber werden von den Spezialisten der Sonderschulen betreut. Mit Hinblick auf das Inklusionspolitische Papier der CDU-Landtagsfraktion bekräftigte Die Politikerin, dass Lehrer, Eltern und Schüler als eigenständige und am Erziehungsprozess verantwortlich mitwirkende Partner verstanden werden. Es gelte, die Schüler zu größtmöglicher Selbständigkeit zu erziehen und dabei so viel Hilfe wie nötig anzubieten. „Die Kaywaldschule ist eine offene und bewegte Schule, die in vielfältiger Weise nach innen und außen integrative Kontakte in einem tragfähigen Netzwerk pflegt“, fasste sie ihre Eindrücke zusammen.
 

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