Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Amateurkultur

Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion 

„Im Ehrenamtsland Baden-Württemberg haben die Vereine der Amateurkultur eine besondere Bedeutung: Blasmusikvereine, Chöre, Orchester und Theater prägen die Kulturlandschaft erheblich mit“, berichtet die CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich einer Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf eben diese Verbände. „Ganz klar macht sich der Wandel in der Alters- und Bevölkerungsstruktur auch in den Vereinen bemerkbar. Deshalb ist es uns wichtig über Herausforderungen, aber auch über die Chancen dieser Veränderungen zu sprechen“, so die Politikerin, die auch Kreisvorsitzende des Blasmusikkreisverbands Heilbronn ist und die Entwicklung deshalb aus eigener Erfahrung kennt. Im Zentrum der Veranstaltung in Stuttgart stand ein Vortrag des Bremer Zukunftsforschers Prof. Dr. Horst Opaschowski, dessen Spezialgebiet auch die Freizeitforschung ist. Der Experte berichtete über den Wandel des Freizeitverständnisses und der Bedürfnisse der Menschen für ihre freie Zeit in den vergangenen sechs Jahrzehnten. Er hob dabei hervor, dass es wieder einen gesellschaftlichen Trend hin zu Heimat, Nähe und Familie gebe. „Für die Vereine der Amateurkultur ist diese Entwicklung natürlich eine positive Nachricht – denn Sie verkörpern genau diese Dinge“, schlussfolgerte Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie wies aber auch darauf hin, dass die Vereine wichtige Institutionen für die Integration von Migranten sind. Die Politikerin, die auch Mitglied im Integrationsausschuss des Landtags ist, stimmte die Veranstaltung zuversichtlich: „Wer gemeinsam mit anderen musiziert, singt oder Theater spielt, integriert sich viel einfacher in die Gesellschaft – in der Gemeinschaft eines Vereins werden auch unsere Werte vermittelt, was einen zusätzliche positiven Effekt hat“. Diese Erfahrung machte Friedlinde Gurr-Hirsch auch als Vorsitzende des Blasmusikverbands Heilbronn: Vor fünf Jahren schon hat der Musikverband dieses Thema in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt. In den 72 Mitgliedsvereinen haben im Schnitt jeweils 3 Musiker einen internationalen Hintergrund. 

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