Bürger folgen der Einladung von Friedlinde Gurr-Hirsch

52 Bürger aus dem gesamten Wahlkreis Eppingen nahmen die Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch gerne an, sie einmal in Stuttgart zu besuchen.
Nachdem die Gruppe vom wissenschaftlichen Mitarbeiter von Friedlinde Gurr-Hirsch, Michael Tauch, am Stuttgarter Karlsplatz empfangen wurde, starteten die Teilnehmer zur Besichtigung des Plenarsaals. Der Besucherdienst des Landtags übernahm eine kurzweilige Einführung in die Arbeitsweise der Volksvertreter und berichtete auch über die Umbaumaßnahmen am Landtag. Während einer zweijährigen Umbauphase finden die Sitzungen des Landtags nicht im eigentlichen Landtagsgebäude statt. Der provisorische Plenarsaal ist im „Württembergischen Kunstverein“ direkt am Schlossplatz untergebracht. Dort durften die Besucher auf den Plätzen der Parlamentarier platznehmen. Interessante Zahlen kamen in der Einführung des Besucherdienstes zur Sprache, wie die Tatsache, dass ein Abgeordneter in Stuttgart im Schnitt 78.200 Bürger im Wahlkreis vertritt. Oder, dass der Landtag im Jahr etwa 6,30 Euro pro Einwohner kostet. Und dass die Umbauarbeiten im Landtag sowohl im Kosten- wie im Zeitrahmen sind. Schließlich durften die Bürger einmal selbst in die Rolle der Abgeordneten schlüpfen, auf deren Plätzen sie saßen. Ein Landtagspräsident und ein Ministerpräsident sollten gewählt werden. Schließlich wurden alle vier zur Wahl stehenden Ämter von Frauen bekleidet – ein Umstand, der natürlich auch Friedlinde Gurr-Hirsch als frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion freute. Sie nahm sich in der zweiten Hälfte des Besuchs ausführlich Zeit, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Politikerin berichtete von ihrer Arbeit in Stuttgart und im Wahlkreis, stellte aber die Fragen der Besucher in den Mittelpunkt des Austauschs. Zentrales Thema, das die meisten der Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag beschäftigte, war die zunehmende Zahl an Flüchtlingen, die nach Deutschland und Baden-Württemberg kommen. Friedlinde Gurr-Hirsch bedankte sich vor allem bei denjenigen, die sich ehrenamtlich engagierten: „Es ist unsere Christenpflicht, denjenigen, die um Leib und Leben fürchten müssen, in ihrer Not zu helfen.“ Sie betonte jedoch auch, dass die Sorgen und Ängste, die viele Menschen haben, nicht ignoriert werden dürfen. Für die CDU-Fraktion stellte sie klar heraus, dass die Prinzipien von Fordern und Fördern zusammengehören. „Wir müssen ehrlich, sachlich und realistisch sein und Probleme klar ansprechen“, so laute das Credo der CDU-Fraktion, während die Grün-Rote Landesregierung keinen Plan habe und keine Ehrlichkeit an den Tag lege. Zur Ehrlichkeit gehöre, dass abgelehnte Asylbewerber schnell wieder in ihre Heimatländer zurückgebracht werden und dass in den Erstaufnahmeeinrichtungen das Sachleistungsprinzip wieder gelte. Ehrlich zu sein bedeute auch, dass die Container, die aufgebaut werden, wohl einige Zeit bleiben würden – die Lage im Nahen Osten sei auf absehbare Zeit angespannt. Es dürfe aber auch nicht sein, dass man Wohnungseigentümern mit Beschlagnahmungen drohe, wie dies auf Seiten der Grünen gefordert wird: „Das Recht auf Eigentum ist ein hohes Gut“, so die Politikerin Gurr-Hirsch. Für die Akzeptanz der Flüchtlinge sei es hilfreicher, wenn man Beratungsangebote, gerade für ältere Hausbesitzer, schaffe. „Wenn man die Hauseigentümer unterstützt, könnte ich mir vorstellen, dass sich viele doch überlegen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen“. Schließlich sei es auch ehrlich, wenn man Flüchtlingen klare Hinweise gibt, wie der Alltag in Deutschland funktioniert. „Wenn eine Gemeinde von den Medien lächerlich gemacht wird, weil sie einen Leitfaden für Flüchtlinge herausgibt, verhöhnt das die Hilfsbereitschaft der Menschen“, sagte Gurr-Hirsch. Im Anschluss konnten die Gespräche beim Mittagessen fortgeführt werden, bevor die Besucher noch Freizeit bei sonnigem Herbstwetter in Stuttgart genießen konnten.

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