Ärztliche Versorgung in Babstadt

CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch informiert sich vor Ort

Die ärztliche Versorgung im Bad Rappenauer Teilort Babstadt war Gegenstand eines Informationsbesuchs der örtlichen Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch. Die CDU-Politikerin tauschte sich mit der Allgemeinmedizinerin Dr. Birgit Heidrich in deren Praxis zu Themen rund um Notfall- und Hausarztversorgung sowie das Nachwuchsproblem bei Hausärzten auf dem Land aus. „In der Region Bad Rappenau werden in den nächsten Jahren etwa ein Drittel der Hausärzte in den Ruhestand gehen“, schilderte Friedlinde Gurr-Hirsch die Problemlage: „An vielen Orten in meinem Wahlkreis ist die Situation ähnlich. Mir ist es wichtig, die hausärztliche Versorgung und damit die Lebensqualität auf dem Land aufrecht zu erhalten.“ Dr. Heidrich zeigte auf, dass die Tätigkeit des Allgemeinmediziners für junge angehende Ärzte aus verschiedenen Gründen nicht ansprechend ist. So sei schon allein die Bezahlung unattraktiv und viele junge Mediziner legen heute Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wenn man eine eigene Praxis hat, kommt neben der Sprechstunde noch ein erheblicher Verwaltungsaufwand hinzu“, so die Ärztin, die ihre moderne Praxis in der Ortsmitte barrierefrei konzipiert hat. Wenn junge Ärzte jedoch einmal die Tätigkeit kennengelernt hätten, seien sie meist ‚Feuer und Flamme‘, weshalb Dr. Heidrich sich an einem Projekt der Universität Heidelberg beteiligt. Dabei sind angehende Ärzte schon in die Praxis eingebunden und erleben dort die Arbeit eines Hausarztes hautnah. Somit soll der Weg in eine eigene Hausarztpraxis vereinfacht werden. „Das ist ein absolut vorbildliches Modell und ein wichtiger Schritt zur Nachwuchssicherung. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Praxen daran beteiligen“, so die Landtagsabgeordnete Gurr-Hirsch, die auch weitere Entlastungen und neue Geschäftsmodelle für Hausärzte auf dem Land für notwendig erachtet, sodass die Patienten und nicht auf die Verwaltung im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

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