Vereinbarkeit von Familie und Landtagsmandat

Friedlinde Gurr-Hirsch begrüßt interfraktionelle Vereinbarung

„Auch im Bereich der Politik besteht ein großes Interesse an der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schließlich soll die politische Arbeit auch für Jüngere attraktiv sein und der Landtag einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen“, betonte die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich einer interfraktionellen Vereinbarung zur besseren Vereinbarung von Familie und Landtagsmandat. Diese beinhaltet, dass junge Mütter und Väter, die einen Sitz im baden-württembergischen Landtag haben, sich für Ausschuss- und Plenarsitzungen beurlauben lassen können. Sie bekommen zwar kein Elterngeld, müssen allerdings auch nicht auf ihre Diäten verzichten.
 
„Gegenüber der Arbeitswelt ist es ein großes Privileg, dass bei den Landtagsmandatsträgern, die zur Betreuung ihrer Kleinkinder zu Hause bleiben, lediglich die Sitzungsgelder gestrichen werden“, so Gurr-Hirsch, die auch stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende ist. Abgeordnete haben in ihrer Mandatsausübung grundsätzlich viele Freiheiten. „Wie intensiv sie politisch tätig sind, entscheiden nur sie selbst“, konstatierte die CDU-Politikerin. „Die Wählerinnen und Wähler wissen das jeweilige Engagement einzuschätzen.“
 
Da es bislang weder im Bundestag noch in anderen deutschen Landesparlamenten eine vergleichbare Regelung gibt, ist dies ein bedeutendes Signal an die jüngeren Politikerinnen und Politiker. „Dies fordert andere Parlamente und regionale sowie kommunale Gremien dazu auf, über eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Mandat nachzudenken“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
MK

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