Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Baden-Württemberg belegt bei den Nanotechnologien einen Spitzenplatz bei Forschung und Lehre sowie bei der Analyse von Materialien"

Nanoportal informiert Verbraucherinnen und Verbraucher über Technologie, Produkte und Hintergründe

„Mit dem hoch modern ausgestatteten Zentrum für Analytik und Elektronenmikroskopie des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts der Universität Tübingen (NMI) mit Sitz in Reutlingen und dem interdisziplinären Studiengang Nano-Science an der Eberhard-Karls-Universität ist Baden-Württemberg bei Forschung und Lehre bezüglich Nanotechnologien sowie bei der Analytik von Nanomaterialien gut aufgestellt“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Friedlinde Gurr-Hirsch in Tübingen bei einem Besuch der Lehr- und Forschungseinrichtungen.

Nach Zahlen der Universität Tübingen liege Deutschland zurzeit auf Platz 2 beim Benchmark zu Nanotechnologien, nach den USA und vor Japan, dem Rest der EU, Korea, China und Russland. Diesen Spitzenplatz gelte es zu verteidigen, denn andere Länder forschten intensiv und blendeten dabei oftmals ethische Aspekte aus.

„Der interdisziplinären Studiengang Nano-Science an der Universität Tübingen, den es seit dem Wintersemester 2011/12 gibt, verbindet die Fachbereiche Biologie, Chemie und Physik und hat das Modul Ethik im Bachelor und im Masterstudium. Verantwortung der Wissenschaft, Umgang mit Risiken, aber auch transparente Kommunikation und Bürgerdialoge sind hierbei wichtige ethische Inhalte für die jährlich rund 60 Studierenden im Bachelor- und 40 Studierenden im Masterstudiengang" betonte die Staatssekretärin.

Mit über 2000 Arbeitgebern und derzeit rund 70.000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen weisen die Nanotechnologien vielseitige Anwendungsbereiche und stetig steigende Beschäftigtenzahlen auf.

 

"Die Überwachungsbehörden in Baden-Württemberg stehen wegen der Kleinheit der Partikel und der Komplexität der Medien vor großen Herausforderungen bei der Analyse von Materialien, die Nanopartikel enthalten. Im Dialog mit anderen Ländern und Institutionen sowie dem Zentrallabor der EU am Joint Research Center in Ispra (Italien) wird derzeit intensiv nach standardisierten Analyse- und Nachweisverfahren geforscht. Ich bin sehr froh, dass wir nun am NMI in Reutlingen die technische Infrastruktur für beste verfügbare Analytik haben. Das Land und die EU haben den Aufbau des Zentrums für Nanoanalytik gefördert. Nun müssen wir alle Akteure zusammenbringen, um einen größtmöglichen Verbraucherschutz sicherzustellen", erläuterte Gurr-Hirsch

 

Hintergrundinformation

Transparenz und Verbraucherinformation sind zentrale Aufgaben der baden-württembergischen Verbraucherpolitik. Dazu hat das baden-württembergische Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Jahr 2008 den Nano-Dialog Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Der Dialog bringt Verbraucher sowie Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik auf verschiedenen Wegen zusammen, damit sie die unterschiedlichen Standpunkte kennenlernen, abwägen und in ihre eigenen Erkenntnis- und Entscheidungsprozesse einbeziehen können.

Seit 2011 hat das MLR im Internet als Schaufenster für den Nano-Dialog das Nanoportal ‚Nanotechnologien im Alltag – Das Verbraucherportal aus Baden-Württemberg‘ (www.nanoportal-bw.de) eingerichtet. Dort finden interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher viele Grundlageninformationen, Rechtsvorschriften, Forschungsergebnisse, aber auch die archivierte Information über Dialogveranstaltungen. Bildreportagen geben einen sehr anschaulichen Eindruck über die Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologien in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen.

 

 

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