Staatssekretärin MdL: „Der Kauf von heimischen Äpfeln steht für Genuss, Gesundheit und die Stärkung unserer heimischen Landwirtschaft“

Gurr-Hirsch stellt anlässlich der Obstpräsentation des Landesverbandes Erwerbsobstbau Baden-Württemberg e. V. im Landtag die Vorteile regionaler Produkte in den Vordergrund

 „Das Apfelland Baden-Württemberg steht für eine große Sortenvielfalt an Äpfeln, auf die die Menschen in der laufenden Saison je nach Lust und Geschmack zurückgreifen können. Obst aus Baden-Württemberg ist im Lebensmitteleinzelhandel insbesondere auch am Qualitätszeichen Baden-Württemberg, QZBW, und dem Biozeichen Baden-Württemberg zu erkennen. Mit einer bewussten Kaufentscheidung für regionale Äpfel kann jeder seinen Beitrag zum Erhalt unserer einmaligen und wertvollen Kulturlandschaften leisten und unsere Obstproduzenten in unseren Anbaugebieten wie zum Beispiel Bodensee oder Mittelbaden unterstützen“, sagte die Staatssekretärin  für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL,  in Stuttgart. Regionale Produkte stünden für kurze Transportwege und Frische.

 „Mit unserer Regionalkampagne ‚Natürlich.VON DAHEIM‘ möchten wir den Wert von Lebensmitteln aus Baden-Württemberg und die Leistung der Menschen, die hinter diesen Produkten stehen, in den Mittelpunkt stellen. Jedes Lebensmittel hat eine Geschichte und wer regional kauft, kann sich nicht nur auf Qualität und Herkunft der Produkte verlassen, sondern kann diese Geschichte erfahren und die Menschen, die dahinterstehen, kennenlernen“, sagte die Staatssekretärin. Genuss, Nachhaltigkeit und die Unterstützung der landwirtschaftlichen Erzeuger in Baden-Württemberg gingen somit Hand in Hand.

Der Landesverband Erwerbsobstbau Baden-Württemberg e. V. (LVEO) hatte im Landtag mit einer Obstpräsentation auf die aktuelle Situation der Apfelvermarktung, die durch hohe europaweite Lagerbestände geprägt ist, auf das besondere Angebot mit vielfältigen baden-württembergischen Apfelsorten sowie die Leistungsfähigkeit der heimischen Obsterzeuger und Vermarkter aufmerksam gemacht.
„Die Verbraucher können die Erzeuger im Land angesichts der aktuellen Herausforderungen an den Märkten am besten unterstützen, indem sie im Lebensmitteleinzelhandel gezielt Äpfel aus einer der vielen Obstbauregionen Baden-Württembergs nachfragen und kaufen“, erklärte Gurr-Hirsch. 

 
Hintergrundinformationen:
 
Der Obstbau in Baden-Württemberg sieht sich derzeit großen Herausforderungen gegenüber: Nach dem Frostjahr 2017 konnten im Jahr 2018 rund 371.000 Tonnen Tafeläpfel in Baden-Württemberg geerntet werden. Aufgrund der zusätzlich großen Streuobst- und Hausgartenernte in der Saison 2018 wurden von privaten Haushalten im Herbst 2018 weniger Einkäufe im Lebensmitteleinzelhandel getätigt.
Insbesondere in der Bodensee-Region, als wichtigste Anbauregion von Tafeläpfeln, sind daher noch sehr große Bestände vorhanden (im Vergleich zur letzten normalen Saison 2016/2017 wurden am Bodensee 27% mehr Tafeläpfel eingelagert). Zudem spüren unsere heimischen Obstbauer die Konkurrenz anderer Fruchtarten aus Anbaugebieten in Drittstaaten und in anderen europäischen Regionen.
Verbraucherinnen und Verbraucherinnen können ihrerseits unsere Erzeuger unterstützen, indem Sie im Lebensmitteleinzelhandel gezielt regionale und saisonale Ware nachfragen. Ein Orientierungsangebot dazu sind die Zeichen der Qualitätsprogramme des Landes (QZBW, Bio-ZBW), die insbesondere von den Obsterzeugerorganisationen des Landes bzw. ihrer Vertragsvermarkter beim Absatz in den Lebensmitteleinzelhandel genutzt werden. Rund 1.000 Erzeuger liefern im Bereich Kernobst in diese Qualitätsprogramme und vermarkten über insgesamt knapp 70 Zeichennutzer.

Nach oben