Wie gelingt die Verkehrswende im Ländlichen Raum?

Infoveranstaltung der CDU zur Mobilität in Ilsfeld

Das Thema Mobilität im ländlichen Raum ist vielschichtig: es reicht vom öffentlichen Nahverkehr, über Bürgerbusse, E-Carsharing-Modelle bis hin zum privaten PKW Verkehr.

Zum Einstieg in das Thema präsentierte die Ingenieurin und Professorin Dr. Martina Klärle ihr Modellprojekt „Smarte Karre“. Ein umweltfreundliches Mobilitätsangebot, das Klärle in Schäftersheim aufgebaut hat. Das Projekt wird vom Bund nach folgendem Prinzip gefördert: Auf dem so genannten Plusenergiehof Hof 8 wird mit Photovoltaikanlagen und einer horizontalen Windkraftanlage auf den Dächern zu 100 % Ökostrom erzeugt. „E-Autos machen nur Sinn, wenn sie mit erneuerbaren Energien betrieben werden“, so Martina Klärle. Hauptsächlich werden mit dem erzeugten Strom fünf E-Autos betreiben, die auf dem Hof 8 zum Verleih stehen. Die etwas andere Form des Carsharings kommt gut an, zumal bei der „Smarten Karre“ auch die Versicherungsfrage geklärt sei.

Dass es bereits gut funktionierende Mobilitäts-Modelle in Landkreisgemeinden gibt, machten die Vorstellungen von Bürgermeister Andreas Vierling aus Untergruppenbach und dem Klimaschutzbeauftragten Thomas Gessler aus Ilsfeld deutlich.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch berichtete vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum, dass bislang über 50 Modellprojekte, die sich mit Mobilitätskonzepten beschäftigen, mit 1,7 Mio Euro vom Land gefördert worden seien. „Das Thema Mobilität ist für die Attraktivität einer Gemeinde von wesentlicher Bedeutung, insbesondere vor dem Hintergrund der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse“, so Gurr-Hirsch. Die Sicherung der Attraktivität des Ländlichen Raums als Wohn- und Wirtschaftsstandort sei aber auch Aufgabe der Kommunen. Hier gelte es, mit kreativen und ortsangepassten Lösungen, wie in Ilsfeld und Untergruppenbach, neue Wege zu beschreiten.


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