Datenschutz und Vereinsleben – wie passt das zusammen?

Friedlinde Gurr-Hirsch MdL lädt Vereine zur Diskussion mit dem Landesbeauftragten

Bild: Brose-Schilling; v.l.n.r.: Daniel Joos, Friedlinde Gurr-Hirsch, Rüdiger Heiche
Bild: Brose-Schilling; v.l.n.r.: Daniel Joos, Friedlinde Gurr-Hirsch, Rüdiger Heiche

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch durfte vor rund 30 ehrenamtlich engagierten Vereinsvorständen den Referenten Daniel Joos beim Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit für eine Informationsveranstaltung zur neuen Datenschutzverordnung in Schwaigern begrüßen. Viele Vereinsfunktionäre hatten Fragen aus ihrem Aufgabenbereich im Verein mitgebracht.


Die Landtagsabgeordnete zeigte bei ihrer Einführung auf, wie den Menschen das Thema Datenschutz im täglichen Leben begegnet. Sei es bei der Medizin als „gläserner Patient“, in unserem „Smart-Home“ oder über die zahlreichen Social-Media-Kanäle. Dabei gehen viele oft sehr leichtsinnig mit ihren Daten um. Aber wie sieht es aus bei den Vereinen? Kann ein Vorstandsmitglied für Datenpannen haftbar gemacht werden? Greift bald eine Abmahnwelle? Das konnte der Referent Daniel Joos gleich etwas entkräften: „Sie müssen nicht damit rechnen, dass Vereine mit Bußgeldern belegt werden“. Er erläuterte den Anwesenden nach dieser ersten „Entwarnung“ noch die Entstehung des Datenschutzes in Deutschland als Vorreiter auf diesem Gebiet. Seit Mai 2018 gilt nun die europäische Datenschutzgrundverordnung für alle Mitgliedsstaaten. Die vereinheitlichten Regelungen waren in erster Linie für europaweit tätige große Unternehmen gedacht, nicht für nur örtlich arbeitende kleine Unternehmen oder gar Vereine. Aber das Gesetz sieht vor, dass alle gleich behandelt werden. „Wenn Sie grundlegende Dinge beachten, kann Ihnen aber auch als Verein nichts passieren. Wir helfen dabei mit einem ausführlichen Ratgeber auf unserer Internetseite und stehen auch persönlich für Ihre Fragen zur Verfügung“, versprach Daniel Joos. Bei der Diskussion mit den anwesenden Vereinsfunktionären wurden Fragen zur Mitgliederverwaltung, zu E-Mailabfragen und vor allem zur Veröffentlichung von Namen und Bildern gestellt.  Die Fragen konnten ausführlich und verständlich von dem Referenten des Landesbeauftragten beantwortet werden. Dafür dankte der Vorsitzende der CDU Gemeinderatsfraktion, Rüdiger Heiche, der als Gastgeber die Veranstaltung vor Ort begleitet hatte.

RATGEBER

in Baden-Württemberg sind fünf Millionen Menschen im Ehrenamt engagiert. Dieses Tätigkeiten benötigen auch digitale Unterstützung. Einen umfassenden Ratgeber hat der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink, mit seiner Behörde für Vereine herausgegeben. Dieser kann unter https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/datenschutz-im-verein/ bezogen werden.

 

 

 


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