„Pflegepraktikum“ im Haus Zabergäu in Brackenheim

Friedlinde Gurr-Hirsch MdL im Gespräch mit Mitarbeitern und Bewohnern

Hausdirektorin Lilli Haldenwanger und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL
Hausdirektorin Lilli Haldenwanger und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL
Die sitzungsfreie Zeit nutzt die Landtagsabgeordnete auch um Seniorenheime vor Ort im Wahlkreis zu besuchen und dabei einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dieses Mal begleitete sie die Hausdirektorin Lilli Haldenwanger und weitere Mitarbeiter durch deren Arbeitsalltag.

So erfuhr sie sehr deutlich, dass es nach wie vor ein Problem sei, geeignetes Personal zu finden. Das Haus Zabergäu, das zur Evangelischen Heimstiftung gehört, nutzt auch die Möglichkeit ausländische Fachkräfte einzustellen. „Ohne diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen würde es nicht funktionieren. Wir haben mittlerweile Menschen aus 21 Nationen bei uns beschäftigt“, so Haldenwanger. Im Hauswirtschaftsdienst arbeiten u.a. auch eine Frau aus Kuba oder aus Nepal. Beide sind mit ihrem Arbeitsplatz sehr zufrieden und schätzen die angenehme Atmosphäre im Haus.

Routiniert, aber zugleich liebevoll und umsichtig, wurden die anstehenden Arbeiten mit großer Sorgfalt und Umsicht erledigt.  Gurr-Hirsch zeigte großen Respekt vor der körperlich anstrengenden und zugleich fachlich höchst anspruchsvollen Arbeit der Pflegekräfte. Keine Personalprobleme gäbe es bei den so genannten Alltagsbegleitern, die in Teilzeitarbeit den Bewohnern im Haus in vielen alltäglichen Belangen zur Hand gehen. Ein Problem sei, laut Haldenwanger, dass es für Menschen, die Sozialhilfe beziehen, zu wenige Betreuer gäbe. Dadurch würde es für die Einrichtungen oft zu Außenständen kommen. Ein Pluspunkt entgegen dem derzeitigen Trend zeigte sich beim Blick in die hauseigene Küche, in der täglich frisch und lecker gekocht wird. „Unsere Bewohner schätzen das gute und täglich frisch zubereite Essen sehr“, so Haldenwanger. Die Ernährungs-Staatssekretärin bekräftigte: „Das Thema Ernährung hat in Heimen eine ganz besondere Bedeutung. Essen und Trinken als Teil der Versorgung und Therapie können einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, die Selbstbestimmtheit und das Wohlbefinden der der Bewohner nehmen.“ Die Küche im Haus Zabergäu liefert auch Mittagessen an Menschen, die über die Sozialstationen zuhause betreut werden. Zudem dürfen sich noch Schülerinnen und Schüler in Güglingen in der Schulmensa auf das leckere Essen freuen.

 

 „Die Pflege ist eines der wichtigsten sozialen Themen unserer älter werdenden Gesellschaft. Im Jahr 2030 wird es in Deutschland rund dreieinhalb Millionen Pflegebedürftige geben, eine Million Menschen mehr als heute. Bei meinem Praktikum konnte ich erleben, wie wichtig eine qualifizierte Arbeit der Pflegekräfte für die Menschen ist“, so Gurr-Hirsch. Positiv beeindruckt war die „Praktikantin“ von der Qualität der Pflege und dem mitfühlenden menschlichen respektvollen Umgang im diakonischen Heim. „So stelle ich mir gute Pflege vor!“ bekräftige Friedlinde Gurr-Hirsch.

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