Politische Unterstützung für das Ehrenamt

Friedlinde Gurr-Hirsch MdL lädt Vereine zur Diskussion

Die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch konnte zahlreiche interessierte und engagierte Vereinsfunktionäre aus dem gesamten Schozachtal zum offenen Gespräch in Abstatt begrüßen.

Sie würdigte das Ehrenamt als wichtige Grundlage der Gesellschaft, bei dem unser „Musterländle“ beispielhaft vorangeht. Jeder zweite Baden-Württemberger sei im Verein aktiv. Dabei verändere sich ehrenamtliche Arbeit, Vereinsmitglieder würden anspruchsvoller und es gäbe immer weniger das „lebenslange“ Engagement für einen Verein. „Dafür wollen sich Menschen immer häufiger in Baden-Württemberg mit reichem Erfahrungsschatz aus dem Berufsleben und mit viel Motivation für Projekte engagieren“, berichtete Gurr-Hirsch zu Beginn aus einer Ehrenamtsstudie des Landes. Um dieses Engagement angemessen zu würdigen, weist Gurr-Hirsch auf unsere Wertschätzungs- und Anerkennungskultur in Baden-Württemberg hin durch die Landesehrennadel, die Staufermedaille oder das Bundesverdienstkreuz. Wichtig sei zudem, dass Vereine Unterstützung erfahren durch die eigene Gemeinde, aber auch durch Leistungen des Staates wie das Angebot des Bundesfreiwilligendienstes, das freiwillige soziale Jahr oder die Möglichkeit des Bildungsurlaubs. Sie seien Anreize für ehrenamtlich Tätige. Ebenso gibt es bestimmte Steuererleichterungen wie z.B. die Übungsleiterpauschale oder die Erhöhung der Freigrenze für Zuwendungen an die Mitglieder. Eine ausführliche Broschüre kann man kostenlos beim Finanzministerium Baden-Württemberg anfordern oder als Datei downloaden. https://fm.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikationen/

Die DSGVO rechtssicher umzusetzen, verantwortungsbereiten Nachwuchs generieren, Führungspositionen im Vorstandsteam besetzen sowie geeignete Räumlichkeiten für den Verein finden,  das waren einige der Themen, die die Vereinsvorsitzenden der Abgeordneten vortrugen. 

Kritisiert wurden die strengen Auflagen für öffentliche Veranstaltungen.  Die Hygieneschutzverordnung, die Ausweisung von Allergenen und umfangreiche Sicherheitsbestimmungen erschweren den Vereinen zunehmend die Planung von Festivitäten. Diese Auflagen seien keine Gängelei durch die Politik, sondern vielmehr aus einer Reaktion auf bisherige Vorfälle entstanden. "Die Menschen erwarten von der Politik, und auch von Ihnen als Veranstalter, dass ihre Sicherheit auf Faschingsumzügen, Weinfesten und Weihnachtsmärkten zu jeder Zeit gewährleistet ist. In der heutigen Zeit ist dies leider mit einem entsprechend großen personellen und finanziellen Aufwand verbunden, allerdings lassen wir die Vereine hier nicht im Regen stehen und unterstützen wo möglich“, betonte Gurr-Hirsch. Da im Bezug auf die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung noch gewisse Unsicherheit bei den Vereinen herrscht, wird Friedlinde Gurr-Hirsch eine weitere Veranstaltung im Herbst mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in Baden-Württemberg Dr. Stefan Brink initiieren.

 

 

 

 

 

 

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