Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zu Besuch in Emmingen

CDU bekennt sich zur Förderung des ländlichen Raumes

Die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU hatten Friedlinde Gurr-Hirsch (Bildmitte, sechste von links) zum Thema „Politik für den ländlichen Raum – Nagold und seine Stadtteile 2024“ nach Emmingen eingeladen.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU hatten Friedlinde Gurr-Hirsch (Bildmitte, sechste von links) zum Thema „Politik für den ländlichen Raum – Nagold und seine Stadtteile 2024“ nach Emmingen eingeladen.
„Politik für den ländlichen Raum – Nagold und seine Stadtteile 2024“ lautete der Titel, zu dem Friedlinde Gurr Hirsch kürzlich im Vereinsraum der Fritz-Ziegler-Halle in Emmingen referierte. Die Nagolder CDU besuchte im Rahmen ihrer monatlichen Stammtische von Mai 2018 bis ins Frühjahr 2019 alle Nagolder Stadtteile. Bewusst hatte man sich dafür entschieden, höchstens einen Besichtigungstermin pro Monat durchzuführen und nicht nur im Wahlkampf zu kommen. Vielerorts waren das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und neue Projektideen in den jeweiligen Ortsmitten ein sehr wichtiges Thema. Das war Grund, die zuständige Staatssekretärin im Ministerium für ländlichen Raum nach Emmingen einzuladen.

Die Veranstaltung war gut besucht. So konnten der Emminger CDU-Kandidat Andreas Grimm und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Carl Christian Hirsch unter anderem auch vier Ortsvorsteher und zahlreiche Mitglieder verschiedener Ortschaftsräte begrüßen. „Im Mai 2018 durften wir in Emmingen erfahren, dass beispielsweise dort der neue Dorfplatz mit fast 180.000 Euro ELR-Mitteln gefördert wird. ELR war auch in Mindersbach ein Thema; und bei unserem letzten Termin in Pfrondorf erhielten wir ganz frisch die Nachricht, dass zwei Wohnungen im Alten Schulhaus gefördert werden. Da schließt sich der Kreis und das zeigt den Bedarf für diese Informationsveranstaltung“, so der Vorsitzende Hirsch. Zu Gast im Emmingen war auch der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke, der dem Vortrag Gurr-Hirschs voranstellte: „Als CDU haben wir die Förderung des ländlichen Raumes in der DNA".

Referentin Friedlinde Gurr-Hirsch knüpfte daran an und gab zunächst einen detaillierten Überblick über die Landschaft der unterschiedlichen Förderprogramme und die politische Zielrichtung der Landespolitik. So stellte sie neben dem ELR-Programm, aus dem in Nagold ganz aktuell auch zwei Abrissvorhaben älterer Bauten in Schietingen gefördert werden, auch das LEADER-Programm vor, in dem beispielsweise auch die Urschelstiftung mit dem Nagolder Bürgerzentrum eine Förderung erfuhr, wobei dieses Förderprogramm „zwar eine gute Beteiligung der Bürger ermögliche, aktuell aber leider sehr bürokratisch sei“. Weiter informierte sie zu kleineren und spezielleren Förderprogrammen sowie über die Vergabe von Landessanierungsmitteln, wie sie in Hochdorf von Bedeutung sind und wie sie die Stadt Nagold in der nordöstlichen Innenstadt in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro als Städtebauförderung erfahren wird. „Während ELR-Fördermittel sich für Einzelprojekte an Private, Kommunen und Unternehmen richtet – wobei aktuell 50% der Mittel für die Schaffung neuen Wohnraums vorgesehen sind – sind Sanierungsmittel für die Entwicklung ganzer Quartiere die richtige Wahl“, so Gurr-Hirsch.

„Jeder Euro Fördergeld zieht weitere Investitionsgelder aus dem kommunalen und privaten Bereich mit sich. Die ELR-Förderung ist ein Erfolgsmodell für den ländlichen Raum. Die Fördertöpfe dafür müssen auch in Zukunft gut gefüllt sein“, so die Staatssekretärin, die auf Nachfragen hin auch das konkrete Verfahren: von der Projektidee mit der Antragstellung über die Stadt und den Koordinierungsausschuss auf Landkreisebene bis hin zur Vergabe durch ihr Ministerium detailliert erklärte und hinzufügte: „Seien Sie kreativ, sprechen Sie Ihre Mitbürger auf mögliche Projektideen und Fördermöglichkeiten an“, ermutigte Gurr-Hirsch die anwesenden Bürger und Kommunalpolitiker.

Die drei ausführlichen Fragerunden im Anschluss brachten viele weitere Themen auf den Tisch, wodurch Gurr-Hirsch mit einem beeindruckenden Erfahrungsbericht viele kreative Initiativen aus ganz Baden-Württemberg einfließen lassen konnte: von den jüngsten Landarztförderiniativen der grün-schwarzen Landesregierung bis hin zu genossenschaftlichen Modellen zum Betrieb von Dorfläden, wie es beispielsweise im hohenlohischen Jagsthausen geschieht. Eine Wortmeldung aus der Zuhörerschaft unterstrich den Wunsch zur Wiedereinrichtung des Bahnhalts in Emmingen, die nicht nur für Emmingen selbst wichtig sei. Wolfgang Schäfer, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, erklärte dabei die Rolle der Deutschen Bahn mit deren Fahrbahntaktung und weswegen das Projekt „Metropolexpress Plus“ – mit der Elektrifizierung der Strecke Horb-Nagold – von großer Bedeutung sei und die Möglichkeit mit sich bringe, die Fahrplantaktung anzupassen und die Wiedereinrichtung dieses Bahnhalts zu erreichen: „Die CDU Nagold wird sich ganz klar für die Einrichtungen der Bahnhalte Gündringen-Schietingen und eben Emmingen zum Wohle unserer Stadtteile einsetzen“, so Wolfgang Schäfer und Carl Christian Hirsch.

Andreas Grimm bedankte sich nach der angeregten Diskussion im Namen des CDU-Stadtverbandes bei Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch für den „Vortrag aus erster Hand einer absoluten Expertin“. „Sie waren ja nicht das erste und sicherlich nicht das letzte Mal in unserer Stadt und unseren Stadtteilen. Vielen Dank für diese Verbundenheit!“, so Grimm abschließend.

 

 

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