„Fair Trade Town“ heißt nicht nur Faire Produkte aus Entwicklungsländern

Regionale Produkte bei fairer Stadt Heilbronn von großer Bedeutung

 Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch durfte zusammen mit dem CDU Stadtratsfraktionsvorsitzenden Thomas Randecker zur Veranstaltung „Fair Trade Town Heilbronn“ eine große Schar interessierter Kommunalpolitiker im Ratskeller begrüßen. 

Die CDU Fraktion wollte das Thema intensiv beleuchten und hatte dazu als Experten den Parlamentarischen Staatssekretär aus dem Bundesentwicklungsministerium, Herrn Norbert Barthle MdB eingeladen. „Wir unterstützen den fairen Handel in Deutschland als wichtigen Bestandteil der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. „Jeder Einzelne kann über sein Konsumverhalten Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern nehmen“, so Barthle. Das Thema fairer Handel liegt im Trend und so wachse auch zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. „Mit den Fairtrade Towns kann gezielt fairer Handel auf kommunaler Ebene gefördert werden und hat zudem noch als Ergebnis eine erfolgreiche Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft“, ergänzte der Entwicklungshilfestaatssekretär. Stadtrat Thomas Randecker will den Fokus noch erweitern um eine Beschaffungsverordnung für die Stadt Heilbronn. So hatte er entsprechende Akteure eingeladen, wie regionale Landwirte mit eigenen Hofläden und Vertreter der DEHOGA Heilbronn. Beim Thema Regionalität warb Agrarstaatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch für die Regionalkampagne „VonDaheim“ und der Aktion „Schmeck den Süden“: „Gutes Essen ist untrennbar mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit verknüpft. Insbesondere die Themen Regionalität, Saisonalität und ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen spielen dabei eine wichtige Rolle in der Wertschöpfungskette“. Dabei würden alle profitieren: Der Verbraucher hätte frische und gute Qualität bei gleichzeitiger Rückverfolgbarkeit der Produkte. Dies würde hoffentlich durch einen etwas höheren Preis auch beim Landwirt honoriert. Leider sehe die Wirklichkeit oft noch anders aus, bemängelte der Landwirt Helmut Gahse, der einen großen Schweinemastbetrieb in Leingarten betreibt. „Wir Landwirte sind sehr frustriert wegen des Handelsgebahrens der großen Lebensmittelketten, die bei uns den Preis deutlich drücken“. Nach der lebhaften Diskussion versprach der Fraktionsvorsitzende Thomas Randecker abschließend, eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten einzurichten, die am Entwurf einer Beschaffungsverordnung für die Stadt Heilbronn arbeiten werde.

 

  

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